Zahngold

Ein Thema, über das heute auch nicht gesprochen wird, ist das Zahngold von Verstorbenen. Nachdem in letzter Zeit Beschäftigte von Krematorien wiederholt lange Finger machten, hieß es von den Krematoriumsbetreibern, das Gold werde normalerweise selbstverständlich in die Urne gegeben. Mittlerweile habe ich eine Filmreportage über den Ablauf in einem Potsdamer Krematorium gesehen. Da wurden metallische Fremdkörper in einem extra Rost herausgesiebt und in einen Restmetallbehälter geworfen. Quasi Entsorgung von Sondermüll, wie etwa Gelenksprothesen, Herzschrittmacher usw. Keine Rede war davon, dass die Abfälle personenbezogen gesammelt würden und der nach dem Verbrennen mit Eisenkugeln gemahlenen Knochenasche wieder beigefügt würden. Technisch wäre das bei der gezeigten Praxis auch überhaupt nicht möglich.

Und wer verwertet dann das Zahngold, das gilt auch für das Zahngold aus Erdbestattungen, wenn Tote tiefergelegt oder umgebettet werden, oder wenn Gräber nach ein paar Jahren ganz aufgelassen werden?

Beim heutigen Stand der Zahngesundheit und den kostenaufwändigen Zahnbehandlungen der letzten Jahrzehnte, findet sich vermutlich in unseren Gebissen mehr Gold als in den Tresoren. Es geht also nicht um Peanuts, sondern um große Summen. Das Gold gehört dem Verstorbenen (anteilsmäßig vielleicht noch der Krankenkasse) und ist somit ein Teil seiner Erbmasse. Durch die immer verbreitetere Praxis Tote einzuäschern, könnte also über das Zahngeld schon kurze Zeit danach verfügt werden. Wenn ich von mir ausgehe, dann möchte ich nicht, das das Gold, das ja etliche tausend Euro wert ist, von den Bestattern zu den so schon immensen Bestattungskosten kassiert wird, sondern meiner Familie zu Gute kommt, bzw. die Begräbniskosten damit gedeckt werden.