1993 Ernährungskurs/Wohnheim

Es liegt mir fern zu behaupten, richtige Ernährung wäre der alleinige Schlüssel zur Gesundheit, denn ausreichend Bewegung, gute Luft, ein genügend Maß an Sonne und psychisches und soziales Wohlbefinden sind ebenso wichtig.

Und doch, Ernährung ist ein überaus wichtiger Faktor. Doch nicht nur das "was" ich esse, ist entscheident (wenn dies auch das Thema des heutigen Vortrages sein wird), wesentlich ist auch das "wie", das "wieviel", das zu heiß oder zu kalt. Die meisten Menschen verschlingen das Essen viel zu schnell, dabei nehmen sie natürlich zu große Mengen zu sich, ihr Mund- quasi frustriert über das Zuwenig an Kauen, Schmecken, Auskosten- verlangt nach seinem Recht, das dann oftmals durch verrückte Ersatzhandlungen, wie Naschen, Dahinnuckeln und Rauchen ersetzt wird.

Essen ist mit der größte Genuß, den das Leben zu bieten hat, und man sollte sich deshalb diesem Genuß auch reichlich hingeben. Das geht auch solange gut, ohne Nachteile für die Gesundheit, solange man das Richtige richtig zu sich nimmt. Doch was ist richtig?

Um diese Frage zu beantworten, braucht man keine klugen Bücher, sondern alleine seinen Verstand.

Unser Körper mit seinen Organen hat sich in vielen Jahrmillionen entwickelt, um gesund zu bleiben braucht er die Nahrung, an die er sich in diesen langen Zeiträumen angepaßt hat. Das was wir uns in den letzten fünfzig oder den letzten paar hundert Jahren angewöhnt haben, hat uns zwar hunderterlei Zivilisationskrankheiten beschert, keinerlei Einfluß aber auf unsere Körperfunktionen gehabt.

Im Vergleich zu unserer Entwicklungszeit ist das gerade wie eine Minute im Vergleich zu einem Tag. Um zu erkennen, welche "Urnahrung" dem Menschen begleitet hat, brauchen wir uns nur einmal die ganzen technischen Errungenschaften wegdenken: unsere Waffen, Werkzeuge, Kochtöpfe, unsere Beherrschung des Feuers. Über diese Dinge verfügen wir ja erst seit dem, was wir Steinzeit nennen, und selbst dieser Zeitraum ist wie ein Zentimeter zu einem Meter in unserer Entwicklungsgeschichte.

Schauen wir uns unseren waffenlosen Körper an, so merken wir schnell, welche Nahrung wir mit unseren bescheidenen Möglichkeiten erlangen konnten. Wir besitzen weder die Schnelligkeit noch die Sprungkraft der jagenden Tiere, unser Gebiß ist das Gebiß eines Früchteessers, völlig ungeeignet zum Aufbrechen von Tierkörpern, mit unseren wunderbar geschickten Fingern kann man Beeren und Blätter pflücken oder Wurzeln ausgraben. Wir haben keine Raubtierklauen, unser Darm ist im Verhältnis viermal länger als der von Raubtieren, unser Speichel ist alkalisch und nicht sauer wie der von Raubtieren, er besitzt das Enzym Ptyalin, das  Kohlehydrate verdauen hilft, unsere Verdauung beginnt im Mund, Raubtiere verschlingen dagegen ihre Beute.

Der Mensch ist ohne Zweifel erst durch seine Waffen und anderen Hilfsmittel zu einem "sekundären" Raubtier geworden, er erhitzt die Leichenteile, wobei er sich fast vollständig auf Muskelfleisch konzentriert, was von den echten Raubtieren wenig geschätzt wird, denn diese trinken das Blut, fressen die Eingeweide und knacken die mineralstoffreichen Knochen. Auch darin zeigt sich die Verirrung des Menschen. Nur die Eskimos machen es anders, doch ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt trotzdem nur bei etwa dreissig Jahren.

 

Doch warum soll man sich überhaupt über diese Dinge Gedanken machen? Einfach deshalb, weil durch nichts mehr Menschen vorzeitig krank werden und sterben, wie durch Fehlernährung. Es ist kaum übertrieben, aber mindestens zwei Drittel aller Krankheiten ließen sich durch richtige Ernährung vermeiden, was heißt: überwiegend pflanzliche Kost essen und diese möglichst in natürlichem Zustand. "Laßt die Nahrung so natürlich wie möglich!", dieser berühmte Satz des großen Ernährungsforscher Prof. Kollath faßt alles in einem Satz zusammen.

Stichworte: (noch auszuformulieren!)

lebendige Nahrung, Versuchsschilderungen, Nahrungsmittel- Lebensmittel, Knochenverformungen, Unfruchtbarkeit

Energiebilanz von Nahrung, Energieverlust durch schwere und denaturierte Speisen

Verdauungsleukozytose, Probleme durch Erhitzung über vierzig Grad,

Eiweißproblematik/ Aminosäuren- Märchen, Baustoff-Funktion von Eiweiß, erhitztes Eiweiß als Baustoff unbrauchbar, unvollständige Verbrennung, Harnsäure, Gicht, Kapillarenverengung durch Ablagerung

 Säureproblematik, Entmineralisierung von Zähnen und Knochen

 Zuckerproblematik, Vitamin- B -Räuber, Übergewicht

 Salzproblematik, Flüssigkeitsansammlungen, Bluthochdruck

 Probleme der Fleischernährung
- der Welternährung (1 Jäger- 10 Bauern- 100 Gärtner), bei fleischarmerer Ernährung wäre das Hungerproblem zu lösen,

- bestes Getreide und Soja für Tiermägen, unsere Agrarüberschüsse sind importiert, Gülleproblematik (Gewässer- u. Luftvergiftung, Waldsterben), Giftreimport

- fabrikmäßige Tierhaltung, Dauermedikamentierung, Antibiotikaresistenz,

- Vergiftung durch Verstopfung, Darmkrebs, Krampfadern, Hautunreinheiten

- Schlachten

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Wie richtig machen:

- möglichst natürlich, möglichst unerhitzt

mindestens 1 Drittel, besser 2 Drittel Obst- und Gemüserohkost,

doch vor den Mahlzeiten!

- salzarm

- kein Zucker

- wenig Fette

- wenig Fleisch

- gut kauen

- Mahlzeiten lecker bereiten, auf angenehme Stimmung beim Essen achten