zur gegenwärtigen Debatte über den Trend zu Krippenbetreuung

25.2.07 Unersetzbarkeit der Mütter

Leserbrief ab PNP

 

Nichts Schlimmeres gibt es für Menschen- und Tierkinder, wie die Trennung von der Mutter. Erst wenn die Kinder von sich aus die Distanz suchen und zeitweise andere Menschen, meist andere Kinder, der Mutter vorziehen, ist der früheste Zeitpunkt gekommen, wo die Mutter längere Zeit weg darf und auch andere Erwachsene ihre versorgende Rolle übernehmen können. Frauen, die gegen diese Regel verstoßen wollen, sollten sich besser keine Kinder zulegen.

Erst einmal haben nur die kleinen Kinder Rechte, das Naturrecht auf eine sie umsorgende Mutter. Dies ist nicht veräußerbar, auch wenn populistische Politiker den Eltern heute anderes einreden. In der Rückschau werden die Mütter die paar Jahre, die sie sich ihren Kindern gewidmet haben, als die schönste und wertvollste Zeit ihres Lebens betrachten.

Dass heute viele Frauen aber keine Wahl haben und aus wirtschaftlicher Not ihre Babys in fremde Hände abgeben müssen, ist eine Schande für unsere Zivilisation.

 

 

24.2.07 Babys haben ein Recht auf ihre Mütter (und diese ein Recht auf ihre Babys)

Familienministerin von der Layen will 500 000 Kinderbetreuungsplätze für Kleinkinder schaffen, um den jungen Müttern die Wahlfreiheit zu geben, ob sie ihr Kind selbst betreuen wollen oder es in eine Krippe zu geben. Weil dies als zeitgemäß und liberal gilt, klatschen auch alle Beifall: die jungen Mütter, weil sie sie verdienen wollen oder müssen, die Wirtschaft, weil sie die meist gut qualifizierten Frauen braucht, die Parteien, von Rot bis Schwarz, die Grünen und Liberalen sowieso, last but not least die evangelische Kirche, die auch gerne dem Zeitgeist   hinterherrennt.

Nur aus einer unerwarteten Ecke kommt Gegenwind, von den Bischöfen der Katholischen Kirche. Der Augsburger Bischof Mixa fuhr als erster schweres Geschütz auf; er sieht die Familie gefährdet und setzte das böse Wort von der Reduzierung der jungen Frauen zu „Gebärmaschinen“ in die Welt, und die Aufregung darüber ist groß.

Dabei ist das ein Begriff, der Jahrzehnte lang (zurecht!) der Kirche um die Ohren gehauen wurde, weil sie jegliche Geburtenregelung bis heute behindert und in manchen Teilen der Welt die bis heute andauernde Geburtenexplosion fördert, damit die Verelendung von vielen Dritte-Welt-Völkern, mit allen ökologischen Folgeschäden und den aktuellen und weiter folgenden Verteilungskriegen.

Nun hat der Bischof die Wortkanone umgedreht und sie mit dem bösen Begriff "Gebärmaschine" selber geladen, doch im vorliegenden Fall scheint mir die Logik beim Bischof zu liegen und sein Anliegen ist berechtigt.

Nun bin ich jemand, der die Katholische Kirche schon oft öffentlich kritisiert hat, doch im aktuellen Fall freue ich mich darüber, dass überhaupt jemand die Partei der kleinen Kinder ergreift. Denn eines sollte jedem Menschen, dem nicht irgendwelche Ideologie den Verstand benebelt haben klar sein, im Interesse der kleinen Kinder ist es nicht, wenn sie in Krippen abgeschoben werden. (Ich habe mir mit dem Thema auch schon ein paar Mal mit Leserbriefen zum Thema viel Ärger eingehandelt. (siehe unten...)

Da ich als einer der ersten Männer den "Frauenberuf" des Kindergärtners, bzw. Erziehers gelernt habe, weiß ich also wovon ich rede. Anfang der Siebziger Jahre habe ich Berliner Kindertagesstätten auch die Arbeit in Krippen erlebt. Bis heute gehört es mit zum Brutalsten, was ich in meinem Leben erfahren habe, wenn Frauen ihre Neugeborenen Babys mit acht Wochen in die Krippe bringen mußten, weil der Staat ihnen damals keinen längeren Mutterschutz zubilligte. Damals war es die materielle Not, die Frauen zum Arbeiten zwang, heute ist es eine völlig irre Ideologie, die keine Rücksicht mehr auf die Kleinkinder nimmt und nur noch die "Rechte" der Frauen auf Karriere sieht. Wenn Kinder ab drei Jahren in den Kindergarten kommen, ist das früh genug. Wer aber jüngeren Kindern das Recht auf ihre Mütter stiehlt, auf individuelle Umsorgtheit und Entwicklung, der spielt mit dem Feuer. Und es ist ja nicht so, als wenn dies nicht in den sozialistischen Massenexperimenten gescheitert wäre, wo gibt es mehr bindungsunfähige Persönlichkeiten als im ehemaligen Ostblock oder in Israel, wo man in der Kibbutzerziehung die Kinder den Eltern wegnahm und zu Herdenwesen zu machen versuchte. Ich habe mich mit diesen Experimenten lange beschäftigt und ihnen in jungen Jahren auch Sympathie entgegengebracht. Heute, nach drei Jahrzehnten pädagogischer Arbeit, nach der Erfahrung eigener Kinder und Enkelkinder und nach jahrzehntelangen Verhaltensstudien mit Tieren weiß ich, dass diese Experimente einfach gegen die Natur sind. Kleine Kinder haben erst einmal nur Rechte und die Eltern nur Pflichten. Im Laufe einer gesunden und umsorgten Entwicklung      ändert sich das von alleine.

Ich kenne keine Forschung, die die Bedeutung der kleinkindlichen Entwicklung leugnete. Feste Bezugspersonen sind ein ganzes Leben wichtig, doch in den ersten Lebensjahren sind sie von elementarer Bedeutung. Wenn heute Frauen diese wichtigste (und schönste) aller Aufgaben delegieren oder delegieren müssen, dann ist damit ein Grad von Dekadenz erreicht, der einen nur erschüttern kann.

Selbstverständlich ist alles nicht so einfach, unser unmenschliches Wirtschaftssystem hat die Menschen vereinzelt und die gewachsenen sozialen Strukturen zerstört, viele alleinerziehende Frauen haben oft gar keine Wahl. Sie müssen ihre Kinder weggeben, doch das dies so ist, ist eine Schande für unsere Zivilisation. Und oft treibt sie auch die vereinzelte unwirtliche Wohnsituation in den Städten wieder ins Berufsleben, weil sie es alleine mit dem Kind zu Hause nicht mehr aushalten. Hier muß angesetzt werden: Wir müssen die Vereinzelung bekämpfen und großfamiliäre Lebensstrukturen anstreben, das können Abwandlungen der traditionellen Großfamilie sein, wo sich die Generationen wieder           in der Nachbarschaft ansiedeln und gegenseitig unterstützen, es können genauso aber auch neue großfamiliäre Strukturen sein, also eine Art Netzwerk mit Nachbarn und Freunden.

Einschränkung des Gesagten

Es gibt gewiß Fälle, heute mehr als je zuvor, in denen Mütter, auf Grund ihrer eigenen Unreife, fehlendem Verstand und fehlender Verantwortung unfähig sind für sich selber zu sorgen. Sie sind im Grunde selber noch Kinder, sind vielleicht dem Alkohol oder Drogen verfallen, leben unter mißlichen Bedingungen und sollen einem kleinen Kind Zuwendung geben und Entwicklung ermöglichen. Ihre Kinder sind die bedauernswertesten Geschöpfe auf dieser Erde und das Jugendamt muß sehen Schaden von ihnen abzuwenden und sie in Pflegefamilien zu geben oder für Adoption zu sorgen. Wer glaubt diesen Kindern durch stundenweise Betreuung in Kinderkrippen helfen zu können, irrt gewaltig. Nur in weniger schweren Fällen kann die Versorgung und Förderung in guten Krippen Hilfe bringen. 


Leserbriefe und andere Texte zum Thema

aus: "Gedankenbuch des Geiss Haejm"

383 Umsorgen und Loslassen

Nichts wunderbareres gibt es auf Erden als eine Mutter, die ihre Kinder umsorgt sie aber auch loslässt, wenn sie in ihrer Entwicklung soweit sind. Ein großes Unglück aber sind jene Mütter, die ihre Kinder nicht loslassen können und sich Zeit ihres Lebens als ihr unentbehrlichen Helfer gebärden und tatsächlich dem Ring in der Nase des Ochsen gleichen.

574 Lob der Mütter

Frauen, die ihre berufliche Karriere einem Leben als Mutter und als Pol einer Familie vorziehen, scheinen dies immer wieder aggressiv rechtfertigen zu müssen, in dem sie Frauen, die sich anders entschieden haben, verhöhnen. Ist das nur Pfeifen im finsteren Wald oder gebetsmühlenartiges Ritual, etwa um das eigene Tun, das zumindest die Natur ursprünglich nicht im Programm hatte, zu rechtfertigen? Solange Frauen dabei auf Kinder verzichten, ist dagegen nichts einzuwenden, wenn sie die Verirrungen der Männer imitieren. Wenn sie aber "Selbstentfaltungen" (auch so eine Phrase) oder berufliche Machtpositionen auf Kosten ihrer Kinder durchziehen, dann handeln sie unverantwortlich. Kleine Kinder brauchen über Jahre eine feste Bezugsperson, das können ab einem gewissen Alter des Kindes natürlich auch der Vater oder andere Personen sein. Für Babys aber ist die Mutter nicht zu ersetzen, nicht nur wegen ihrer nahrungsspendenden Brüste. Babys haben ein Recht auf ihre Mutter, grade so wie umgekehrt eine Mutter auf ihre Kind. Dies überhaupt feststellen zu müssen, zeigt wie verrückt diese Welt heute ist. Es ist ein Irrtum zu glauben mit wechselnden gewerblichen Betreuern könnte sich ebenso das nötige Urvertrauen aufbauen. Mutter und das Herz einer Familie zu sein, ist nach wie vor die vielfältigste und anspruchvollste Aufgabe, die das Leben bietet - und auch die sinnvollste.

710 Ureigenstes Recht

Wenn einmal die heute von machen Emanzen ersehnten perversen Zeiten da sind, wo jede junge Mutter einer Berufsarbeit nachgehen muss (!) und Mütter ihre Kinder in fremde Hände geben müssen (!), dann werden sie wieder für ureigenstes Recht streiten, sich um ihre kleinen Kinder kümmern zu dürfen.

 

8.11.04 "Zurück in die soziale Steinzeit"

Leserbrief an PNP

Dass Industriepräsident Rogowski in die soziale Steinzeit zurückwill, ist aus allen seinen Äußerungen abzulesen. Dass ihm aber Renate Schmidt dabei die rosaroten Steigbügel hält, ist nur aus ideologischer Verblendung zu erklären. Kinder brauchen die ersten Jahre eine feste Bezugsperson, um ein "Urvertrauen" und damit eine Bindungsfähigkeit aufzubauen. Wenn nun aber schon einjährige Kinder in fremde Hände gegeben werden sollen, dann werden damit auf keinen Fall die Interessen der Kinder vertreten und auch nicht die der Gesellschaft, die heute schon durch die wachsende Bindungsunfähigkeit und den Egoismus ihrer Mitglieder immer mehr zerbricht. Auch Frau Schmids Absicht, das Erziehungsgeld dem letzten Lohn anzupassen, ist Lobbyarbeit und absolut ungerecht, denn die Lebenshaltungskosten sind für Arme und Reiche gleich. Aber da macht sie es wie die Gewerkschaften, die auch immer noch prozentuale Lohnerhöhungen aushandeln und so dafür sorgen, dass die Verdienste immer weiter auseinandergehen.

9.7.02 Arme Babys

Leserbrief an PNP zur Ankündigung der designierten Unions-Familienministerin Reiche, sie wolle gleich nach der Geburt – falls sie gewählt würde – den Posten als Familienministerin unter einem Kanzler Stoiber annehmen.

Eine Mutter, die nichts dabei findet sich bereits drei Wochen nach der Geburt ihres zweiten Kindes wieder der politischen Karriere zuzuwenden, empfinde ich als Rabenmutter und völlig ungeeignet als Familienministerin. Das hat nichts mit "moderner junger Frau" zu tun, es ist einfach inhuman und gegen die Natur. Ich denke mit Schaudern an die Berliner Kinderkrippen, wo Babys schon mit 6 Wochen abgegeben wurden, weil die Zeit der Lohnfortzahlung für die Mütter abgelaufen war. Diese Barbarei ist mittlerweile ja behoben, doch nun kommt eine unglaubliche Allianz aus allen Parteien und redet den jungen Müttern ein, es sei Ausdruck von Emanzipation, ihre kleinen Kinder in Krippen abzuschieben. Ausgerechnet Ministerin Künast beschwört, dass die Wirtschaft die jungen Mütter als Arbeitskraft brauche (bei 4 Millionen Arbeitslosen!!) und Merkl und Stoiber tun so, als hätten sie das "Sesam-öffne-dich" für die Probleme des Arbeitsmarktes gefunden. Aufregen tut sich alleine ein Kardinal, aber auch nur über den fehlenden Trauschein der Mutter. Man sollte eigentlich annehmen, dass die Bedeutung der frühen Kindheit für die gesamte spätere Entwicklung langsam Allgemeingut sein müsste, doch Entwicklungspsychologie und die Vorbereitung auf die spätere Elternrolle werden in der Schule höchstens gestreift.

Parlamentschef Thierse sagte diese Woche, Menschen seien nicht nur Arbeitskräfte und Verbraucher. Sein Wort in Gottes Ohr!

 

(aus: "Vom Leben der Echraner")

Über unsere Kinder

Allen Geschöpfen ist die Erhaltung der Art Zweck und Ziel des Daseins, auch für uns Menschen gilt das entsprechend. Kinder sind daher unser wertvollstes Gut und ihre Betreuung und Förderung unsere vor­nehmste Aufgabe. Welchen Sinn hätte ohne sie un­ser Streben? Unsere Zeit Kindern zu widmen, sie zu beschützen und zu leiten, gilt uns in Echra deshalb als das Erfüllendste allen menschlichen Tuns.  

Wenn wir hören, dass sich die Eltern in eurer Zivilisa­tion wenig um die Kinder kümmern und oft schon ih­re Babys in Kinderkrippen zur Aufbewahrung geben, weil sie finanzielle Not zur Berufstätigkeit zwingt oder weil ihnen das Erwerben von Luxusgütern wichtiger ist, dann können wir das nicht begreifen. Ebenso wenig, dass sogar wohlhabende und gebildete Eltern ihre Arbeitskraft ohne Not gegen Entgelt ver­kaufen, weil sie ihr Elternsein als unbefriedigend empfinden. Sie sprechen dabei oft vom Recht auf eine berufliche Karriere und von ihrem Recht auf Selbst­entfaltung, doch wo bleibt das Recht ihrer Kinder? Das Wertvollste was sie haben, geben sie in fremde Hände und selber verbringen sie ihre Zeit teilweise mit den unsinnigsten, ja abartigsten Beschäftigungen. Sie verkaufen sich und ihre Zeit für Geld, mit den sie dann ihren Kindern Dinge kaufen, statt sich ihnen sel­ber zu widmen.

Eine derartige Verschiebung der natürlichsten Werte erscheint mir Ausdruck einer schlimmen Verirrung zu sein. Doch wenn man dann hört, dass die Väter ihre Familien den ganzen Tag alleine lassen, begreift man, dass die Frauen in ihrer Isolation verzweifeln und ihr zu entfliehen suchen, zumal es in eueren wuchernden Städten keine Großfamilien mehr gibt und auch die Freunde weit verstreut leben.

Kinder alleine können kein Ersatz für soziale Kontak­te sein, können das Bedürfnis nach Begegnung mit anderen Menschen nicht stillen. Zudem wird in einer mate­rialistischen Gesellschaft, der es nur um Haben und Kaufen geht, der Wert der Kinderbetreuung kaum an­erkannt. Nur was sich beziffern lässt, gilt als Wert! Den Kindern ergeht es nicht anders als der Natur. Eine Zivilisation, die sich selber ihre Brunnen und die Atemluft vergiftet, hat natürlich auch das Gefühl für den Wert ihrer Kinder verloren.

Auch wenn es bei uns in Echra keinen Markt gibt, auf dem Waren und Menschen für Geld gehandelt wer­den, so wissen wir doch, dass ein Zuviel von etwas dieses im Wert sinken lässt, dies Prinzip gilt nicht nur bei Waren. Auch ein Zuviel an Menschen führt zu einer Abwertung des einzelnen. So wie in dünnbesie­delten Gegenden der einzelne viel und in den Massen­quartieren der Städte wenig gilt, so verlieren auch Kinder im Bewusstsein der Gesellschaft an Wert, wenn sie wegen ihrer großen Zahl nicht mehr als Kostbarkeit, sondern vielleicht sogar als Bedrohung von allzu begrenzten Revieren gesehen werden.  

Um die große Wertschätzung für Kindern zu erhalten, sie auch optimal fördern zu können und um auch nicht das ökologische Gleichgewicht zu gefährden, haben echranische Familien selten mehr als zwei oder drei Kinder, wodurch die Gesamtbevölkerung in etwa gleich bleibt. Würde diese wachsen, müss­ten nach und nach die Wälder gerodet und der Le­bensraum der wildlebenden Tiere eingeschränkt wer­den. Dies möchten wir vermeiden, denn die Welt gehört nicht nur den Menschen