Herr Pfifkas hatte einen großen Gemüsegarten, in
dem er alles Gemüse selber anbaute. Wenn das Wetter es nur einigermaßen zuließ,
sah man ihn in seinem Garten herumgraben und zupfen. Gelegentlich sprachen ihn
Leute deswegen an, da sie nicht begreifen konnten, warum ein finanziell
gutgestellter Mensch seine Freizeit mit einem so schmutzigen und mühseligen
Geschäft zubringt.
Es gäbe für ihn keine schönere, sinnvollere und
ehrlichere Tätigkeit, erklärt ihnen Herr Pfifkas dann immer. Nichts würde ihn
so erfüllen, als im Einklang mit der Natur die Nahrung für sich und die Seinen
selber anzubauen.
Einmal berichtete ihm seine Nachbarin, in den Supermärkten
sei der Zentner Kartoffel schon für ein paar Mark zu haben. Mit Blick auf Herrn
Pfifkas Kartoffelfeld, meinte sie mitleidig, dass sich der Kartoffelanbau ja
nun überhaupt nicht lohne.
Herr Pfifkas kratzte sich nachdenklich am Kopf. Der
Kartoffelpreis sei ja wirklich unverschämt niedrig. Selbst die Pflanzkartoffeln
hätten schon fast soviel gekostet. Die
Gartenarbeit sei ihm aber auch durch derartige Schleuderpreise nicht zu
verleiden. Seine eigenen Kartoffeln seien in jedem Fall unbezahlbar. Dass sie
besser schmeckten, sei sowieso klar, dass sie wegen ihres natürlichen Anbaus
auch gesünder seien, wohl ebenso. Noch gesünder wäre aber ihr Anbau als
solcher. Dieser erfordere Bewegung im Freien und brächte soviel Freude, dass
die Kartoffeln allein deshalb unbezahlbar seien.