Die Wahlversammlung

Auf einer Wahlversammlung wurde Herr Pfifkas auf­gefordert, sich als Kandidat zur Verfügung zu stellen. Herr Pfifkas lächelte etwas verlegen und sagte, er wür­de wegen seiner Ehrlichkeit nie und nimmer gewählt werden.

Die Anwesenden gaben sich mit dieser Behauptung nicht zufrieden und forderten Konkretes darüber zu erfahren.

Herr Pfifkas zögerte eine Weile, ging dann aber doch zum Rednerpult und sagte, es genügt nicht, das Unerträgliche nur kosmetisch zu verschö­nern. Eine Eiterbeule zu überschminken, würde die Eiterbildung kaum bremsen. Ebenso sei es mit der ge­genwärtigen Zivilisation. Es würde nur dann ein Über­leben für die Menschen geben, wenn sie die Belastung der Natur auf ein von ihr verkraftbares Maß senken. Konkret hieße das, auf diejenigen Waren zu verzichten, die nicht wieder schadlos in die natürli­chen Kreisläufe zurückgeführt werden können. Jeder kann sich selber ausrechnen, was da noch übrigblei­bt. Immerhin, meinte Herr Pfifkas abschlie­ßend, bliebe genug für ein gutes Leben.

Die Zuhörer waren still geworden. Immerhin fanden sich nun mehrere Kandidaten, die sich für die Wahl zur Verfügung stellten.