Das Gleichnis von der Hefe

Herr Pfifkas kam beim Brotbacken ins Grübeln. Die Hefe, dachte er, verändert den Teig, wie kritische Ge­danken ein Gemeinschaftssystem. Wenn die Hefe nur richtig angesetzt wird, das Anfangsstadium ist ent­scheidend! Werden schädliche Einflüsse wenigstens die erste Zeit abgehalten, kann sich die Hefe auf ein Vielfaches ihres ursprünglichen Volumens vergrö­ßern. Nun kann sie durchaus heftige Gewürz- und feindliche Salzgaben verkraften. Diese Einflüsse werden dem Teig sogar gut tun, verhindern sie doch einen übertriebenen Gärvorgang, der den Teig  auf­bläst, die Luft aber nicht halten kann, so dass er schließlich wieder in sich zusammenfällt.

Auch das gewalttätige Kneten fördert die gute Durch­mischung der Zutaten und macht den Teig elastisch und reif für die Gärung. Selbst die Hitze des Ofens schadet dem Brot nicht, hält doch die entstehende Kruste das Brot zusammen und schützt es vor Aus­trocknung.

Wenn durch die Hitze auch die Hefe abgetötet wird, das gebackene Brot lässt sich nicht mehr in seinen ungelockerten Zustand zurückversetzen.

 

Nachtrag.  Wenn bereits gelockerter Hefeteig ungebacken längere Zeit herumsteht - wird er sauer und langfristig ungenießbar. Ein Teil diese Sauertei­ges aber, über Nacht mit frischem Mehl angesetzt, ist bereits am Morgen zu einer umfassenden Teigloc­kerung fähig. Sauerteigbrot schmeckt sogar besonders köstlich!