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10.02.20 Stallmenschen.2.0

zu Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr draußen spielen

Nicht nur die Kinder sind Stubenhocker geworden, sie machen es den Erwachsenen nach und der alte Pfarrer Kneipp hat vor 150 Jahren schon über die „Stallmenschen“ gejammert und darin die Ursache vieler Krankheiten erkannt.

Die noch größere Gefahr – ich habe darüber schon wiederholt geschrieben – ist aber, dass sich das Innere des Kopfes der künstlichen Umgebung anpasst und ich habe Erik Brauer zitiert, der in einem Lied sang „lebst in einer Hühnersteing, wirst auch boid a Hendal sein“.

Und da kommt wieder der Gedanke des „Tittytainment“ vom Zbigniew Brzezinskii ins Spiel, der vor einem Vierteljahrhundert in einem Kongress behauptet hat, dass man bald 80 Prozent der Menschen zum Erzeugen der notwendigen Güter nicht mehr brauche und die Menschen nur noch zu ernähren und unterhalten habe, Videostreaming, Computerspiele und die Unterhaltung durch Dauersport, Quiz und völlig bescheuerten Musik-Tralala lassen grüßen.

Das Ganze ist ein Irrweg, auch der Trend dem Menschen sein Brot zu schenken. Nicht nur das es entwürdigend ist, es ist auch keine Ausgleich für die Vielfalt an manuellen Tätigkeiten, die uns Menschen eine halbe Ewigkeit lang beschäftigt haben. Nur konsumieren ist dagegen eine Kinderei, nicht weniger wie das Leben aus zweiter Hand durch die modernen elektronischen Piepschauen.

Wir müssen greifen, um zu begreifen, müssen als Kinder damit die neuralen Verknüpfungen entwickeln, von denen aus wir uns ein Leben lang immer neu verknüpfen können. Aber was sage ich, gleich werden die Schlauberger kommen und mich wieder einen Hinterwäldler nennen..., nur zu wenns euch Spaß macht. Lieber ein Hinterwäldler als ein Hinterweltler.