Willkommen beim niederbayerischen Barden Geiss Haejm! 
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und hier etwas ganz anderes: ein informativer Film über Apfelsorten, als kleine Anregung selber einen Apfelbaum zu pflanzen...

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26.1.12 Zur Debatte über die Legalisierung von Hanf

 Die Hexenjagd gegen eine Pflanze, die zu den nützlichsten auf diesem Planeten gehört, kommt – wie so viele Hexenjagden, aus den USA. Es ist gerade ein Paradebeispiel dafür, wie die Wirtschaft die Politik und diese wiederum die Justiz bestimmt.

Der Hanf hat über Jahrtausende in manchen Teilen der Erde für die Menschen eine große Rolle gespielt. Er liefert Körner, die für Mensch und Tier ein bedeutsames Nahrungsmittel sind, er liefert Fasern, mit denen bis vor wenigen Jahrzehnten konkurrenzlos haltbare Taue und Kleidung hergestellt wurden. Hanf könnte heute wegen seiner enormen Wuchskraft auch als bedeutsamer Lieferant nachwachsender Rohstoffe dienen, er könnte die Wälder schonen, weil er hervorragend zur Papierherstellung geeignet ist, mit seinen Stengelabfällen könnten die Häuser isoliert werden und bei seinem Anbau sind praktisch keine giftigen Spritzmittel erforderlich, weil er schnell alles Unkraut unterdrückt und den Boden in ausgezeichneter Gare hinterlässt. Seine aber vielleicht bedeutsamste Eigenschaft sind seine medizinischen Qualitäten, er hilft praktisch ohne Nebenwirkungen gegen eine Vielzahl von Krankheiten - und gerade dieser Umstand ist ihm zum Verhängnis geworden, denn die pharmazeutische Industrie will ihre teueren Pillen verkaufen, die chemische Industrie ihre synthetischen Gewebe, Seile und Schaumstoffe und ihre Spritzmittel. Manche Hanfkenner behaupten, dass ein nicht unbedeutsamer Teil aller Apotheker und Ärzte überflüssig wären, wenn in den Hausgärten eine Hanfstaude stehen würde und die Menschen mit der medizinischen Verwendung des Hanfes vertraut wären. Und deshalb gibt es auch eine so unheilige Allianz quer durch alle interessierten Gewerbe und Erzeuger gegen dieses großartiges Gewächs, die sich mit dem Hanfverbot ihre Pfründe sichern.

Und auch die Alkohol- und Tabakproduzenten sehen im Hanf eine Konkurrenz, denn seine Legalisierung würde ihnen ihr Geschäft verderben. An dieser Stelle will ich aber auch sagen, dass Rauschmittel und natürlich auch der Hanf nicht in Kinderhand gehören. Nur weil er mißbraucht werden könnte, ist sein Verbot nicht zu begründen, denn dann müßte vieles aus unserem Leben verboten werden. Im Übrigen würde eine Legalisierung den Reiz des Verbotenen nehmen, und damit ein wesentlicher Grund für manches „Ausprobieren“ beseitigen. Zumal der Konsum von medizinischem Hanf ja vor allem entspannt und müde macht, was für junge Leute ja kaum interessant sein dürfte (wenns nicht verboten wäre....).



16.1.12 Knieschuß

Leserbrief an PNP zum Artikel vom 16.1.12 "Ostbayern werben für bessere Anbindung nach Tschechien"


"Straßen ertüchtigen", "in Donauhafen einspeisen" - soviel Blumigkeit für etwas so Zerstörerisches wie weiteren Straßenbau durch eine so sensible Region wie den Bayerischen Wald!  Lokalpolitikern, die ihre Heimat zur internationalen Durchgangsregion machen wollen, geben sich als Werkzeug für fremde Wirtschaftsinteressen her. Klar will die tschechische Wirtschaft möglichst viele Transitwege nach Westen- doch dass wir auch noch darum betteln, dass sie uns ihren Transitverkehr schenken wollen, das ist kein Schildbürgerstreich mehr, das kommt einem absichtlichen Schuß ins eigene Knie gleich. Obwohl unsere bestehenden Straßen in einem teilweise erbärmlichen Zustand sind, selbst die Lebensader A3 streckenweise wegen Straßenschäden kaum mehr befahrbar ist, will man Geld, das uns hinten und vorne fehlt, in neue Straßen stecken, statt die alten zu erhalten. Im Bericht heißt es, dass die bayerische Delegation "frohgemut" aus Tschechien heimfuhr. Na ja, beim Leichentrunk wird es ja öfter ganz lustig...

16.1.12 Jagdszenen auf ostbayerischer Schrott- Autobahn

Zum Bericht: Autofahrer nach Panne auf A3 totgefahren

Haben ähnliche Erfahrfungen gemacht: Panne auf A3 bei Dunkelheit: Trotz Warndreieck und Warnblinkanlage lieferten sich pausenlos Lastzüge an der Pannenstelle riskante Überholmanöver, einmal sogar Gefahrenguttransporter,  dazwischen geisteskranke Pkw-Raser, die mit annähernd 200 km/h die irre Jagdszene (bei Dauerregen) vervollständigten. Im Auto auf Hilfe zu warten, wäre einem Selbstmordversuch  gleichgekommen.
Ich bin mir sicher, dass unsere Panne - und die einiger anderer auf dem Autobahnabschnitt - eine Folge des katastrophalen Straßenzustands der rechten Spur war. Das ist kein Durchschütteln mehr, sondern es ist ein Stakkato schier achsbrechender Schläge.
Trotzdem gibt es auf den bekannten Schadensabschnitten weder Tempobeschränkung noch Überholverbot. Auf der rechten Spur ist eigentlich nur Schritttempo möglich, doch würde sich dazu jemand entschließen, könnte er sich gleich die Kugel geben. 


13.1.12 Erdrückende Enge

Leserbrief zum Bericht vom 11.1.12 "Jungbulle tötet Landwirt"

Der tragische Tod des Bauern sollte Anlaß sein, über die Mastbullenhaltung nachzudenken. Der Landwirt soll in einem Laufstall mit fünf Jungbullen durch ein angreifendes Tier tödlich verletzt worden sein. Ich war unlängst in so einem Stall und die Bilder haben sich unvergesslich in meinen Kopf eingebrannt: Koppeln von der Größe einer Pferdebox, darin in jeder dicht an dicht fünf schwere Mastbullen - eine Enge, in der sich nie mehr als ein Tier hinlegen kann - wo es dann Exkremente und Tritte der Stehenden abbekommt. In einem solchen "Laufstall" - was für ein beschönigender Name! -  braucht es kein aggressives Tier, da muß sich nur eines der armen Kolosse umdrehen und man wird als Mensch zwischen den Tieren oder an der Wand zerquetscht. Wie die Verhältnisse im Stall des verunglückten Bauern waren, geht aus dem Artikeln nicht hervor, aber die windigen Vorschriften verlangen für einem Bullen nur 1,5 bis 3 Quadratmeter Raum, da war die alte Anbindehaltung mit eigenem Liegeplatz ja noch vergleichsweise tierfreundlich.Artgerecht wäre aber die Weidehaltung oder zumindest die kombinierte Stall- und Hofhaltung mit tiergerechten Liegeplätzen. Aber Bewegung ist wohl dem schnellen Erreichen des Schlachtgewichts nicht förderlich.Und Veterinäre und Agrarpolitiker? Ich höre sie nur schweigen....

10.1.12 Vom stetigem Wachsen unserer Unfreiheit

Ich empfinde es als erniedrigend, wenn der Staat dir Kontrolleure ins Haus schickt, um dein Brennholz und deinen Ofen zu kontrollieren, so als wärst du ein Volltrottel, der nicht weiß, wie er seine Stube zu heizen und sein Brennholz zu lagern hat. (Für einen Waldler, der sein Leben mit Holz geheizt hat, ist das nichts weniger als ein Anschlag auf seine Würde...)

Dass man die Schornsteinfeger dafür mißbraucht, wird ihrem Berufsstand wenig Ehre einbringen. 

Unter dem Deckmantel von Vorsorge, Sicherheit und Umweltschutz rutschen wir so immer weiter in Bevormundung und Dikatur. Gleichzeitig wächst die Anarchie und vollkommene Regellosigkeit im internationalen Wirtschafts- und Finanzbereich und dessen zerstörerische Auswirkung auf unsere Lebensgrundlagen.

Doch gegenüber der Bevölkerung werden die Gängeleien verschärft und die Daumenschrauben angezogen, auch durch Sozialabbau und damit einhergehend der totalen Durchleuchtung der "Vermögensverhältnisse" der kleinen Leute. (Großunternehmen werden dagegen nur alle Jubeljahre geprüft, wenn überhaupt.) Die Sozialgesetzgebung und die Steuerbehörden haben das Bankgeheimnis gekippt und im Namen der Terrorvorsorge werden Telefongespräche, Konten und Emails ausgespäht. Immer findet sich ein Grund, die Menschen in ihren ureigensten Bereichen zu reglementieren. Unter dem Deckmäntelchen "Umweltschutz" werden laufend Geschenke an Wirtschaft und Kontrollbehörden verteilt, und der Betrieb von alten Autos oder Heizungen so verteuert, dass Neuanschaffungen getätigt werden müssen. Die damit einhergehende Verschwendung von Rohstoffen und Energie kommt in den Berechnungen nicht vor, Hauptsache Wachstum, nach Sinn und Zweck wird nicht gefragt.
Und so wird das Land von einem immer dichter werdenden Filz von Paragrafen und irrwitzigen Vorschriften überzogen, der alles selbstständige Denken und herkömmliches Leben und Wirtschaften zunehmend erstickt. Verbrochen wird das alles von weltfremden, gutmeinenden, schwarzen, roten und grünen Politikern ohne Augenmaß, die sich von überzeugungsgewaltigen  Lobbyisten und gekauften Experten vor sich hertreiben lassen. Umgesetzt wird dann alles von Bürokraten, die ihre Formulare und Datenspeicher für den Nabel der Welt halten.
Wer Nietzsches Satz vom Staat, als dem kältesten aller kalten Ungeheuer als Übertreibung empfand, wird mit jedem neuen Tag eines Besseren belehrt.

5.1.12 Heiße Luft und schöner Schein

Leserbrief an PNP zum heutigen Bericht "Wulff denkt nicht an Rücktritt"

"Für Rücktritt stehe ich nicht zur Verfügung!" Dieser freche Spruch vom Eisenbahndemontierer Mehdorn ging mir durch den Kopf, als ich Wulffs Erklärung im Fernsehen verfolgte. Nach wie vor findet er es nicht schlimm sich vom Industrie- und Geldadel Urlaubsreisen und Kredite spendieren zu lassen und begreift nicht, dass er damit seine Souveränität aufgab und die Demokratie schwer schädigte, die immer mehr nur noch aus heißer Luft und Komparsen wie aus amerikanischen Sitcoms besteht. Grausam, was aus diesem niedersächsichem Sumpf schon alles an die Spitze des Staates drängte! SPD-Chef Gabriel hat zum Jahreswechsel die Affäre Wulff eilfertig für beendet erklärt, wohl in Sorge, dass am Ende noch sein früherer Chef, der "Kanzler der Konzerne und Förderer des Casinokapitalismus", der im selben Nest ausgebrütet worden war wie Wulff, ins Visier genommen würde, oder die Maschmeyerein oder der juristische Ablasshandel um den VW-Konzern. So was gäb es bei uns in Bayern natürlich nicht, hier entdeckt man aktuell sogar die Basisdemokratie: Ude lässt die Münchner (und nicht die Betroffenen im Erdinger Moos) über die dritte Startbahn abstimmen und Seehofer möchte sogar ganz Bayern darüber abstimmen lassen, denn je mehr Nichtbetroffene eine Stmme haben, umso eher kommt das gewünschte Ergebnis heraus...

Doch alles alter Hut, wie man Liedauszügen aus den 90igern entnehmen kann:

"Oisen grod aafblosn!" und "Kein Nadelstreif am Horizont" oder "Wer zoiht schofft o"

 

20.12.11 "Ordinärer, frustrierter Trampel mit Emanzengehabe"

Anmerkung zu Monika Gruber 2011 Bayrisches Fernsehen 30.12.11

Sie wurde zur lustigsten Bayerin gewählt und macht nun auch über Bayern hinaus Karriere. Auch ich kann darüber schmunzeln, wenn sie behauptet, dass Männer die Wohnung zumüllen und bei Frauen dasselbe Verhalten "Deko" heißt. Ansonsten wird die Gruberin aber immer ordinärer in ihren Scherzen und wenn sie behauptet, dass alte Männer wie nasse Hunde stinken, oder wenn sie eine Ministerin "Wurfmaschine" nennt oder alle Babys schön- "weil man sie ja nicht zurückschieben kann" - dann kommt sie mir nur noch vor, wie ein ordinärer, frustrierter Trampel mit Emanzengehabe, die, um Gejohle beim schenkelklopfenden Publikum zu ernten, vor keiner Derbheit zurückschreckt. Aber um als Bayer(in) in Deutschland Karriere zu machen, mußte man sich schon immer gschert und deppert geben, da freuen sich die Preissn!

Unter Kabarett, erst recht unter politischem Kabarett stelle ich mir etwas anderes vor. Dies gilt in gleichen Maße auch für Grünwald, wenn er - wie vor einiger Zeit - die bodenständige Mundart von Waldlern und Oberpfälzern verspottet.

Merke: Verspotten darf ein Kabarettist nur "die da oben", also die korrupte oder servile Politik- und Bürokratenkaste und ihre reichen Strippenzieher, er soll aufklären und die Lächerlichkeit des politischen und wirtschaftlichen Treibens aufzeigen und den Menschen die Angst vertreiben, durch seine eigenes couragiertes Beispiel und in dem er mithilft, sich die frostigen Mächtigen und ihre Götter "kleinzulachen". Doch auch über eigene Widersprüchlichkeiten darf ein Kabarettist spotten, ebenso über die allgemeine Blödheit. Was für Kabarettisten gilt, gilt im selben Maße auch für Barden, Literaten und Journalisten. Doch wer gegen Alte, Mütter oder Volksgruppen spottet, die sich sprachlich noch nicht haben gleichschalten lassen, ist einfach nur ein bezahlter Depp.

 

24.12.11 Sodom und Gomorrha

Aus Israel hört man nur Nachrichten, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. In diesen Tagen wurde berichtet, dass jüdische Siedler im Westjordanland die dort ansässigen Araber immer mehr terrorisieren und den Bauern 20 000 Olivenbäume gefällt haben, um ihnen die Existenzgrundlage zu nehmen und so zu vertreiben. Wer seinen Nachbarn uralte Olivenbäume fällt, der kann nur vollkommen ignorant und moralisch verkommen sein. Ich bin es heute leid Verbrechern, nur weil sie von Israelis begangen werden, mit religiöser Umnachtung von fanatischen Gruppen zu entschuldigen, denn diese Fanatiker haben heute die Regierungsmacht und sie schützen den Terror ihrer Siedler und begehen selber welchen auf internationaler Ebene. Was in Israel seit Jahren geschieht, empört mich, auch weil ich mich selber immer als sein Freund betrachtet habe und weil mein Land durch blinde Unterstützung eine Mitschuld an den Geschehnissen trägt.

Im letzten Frühjahr, kurz bevor unsere Aufmerksamkeit völlig von den Schwindeleien Guttenbergs, dem japanischen Supergau und den Aufständen in Tunis und Kairo in Beschlag genommen wurde, gab es die Meldung, dass die palästinensichen Führer gegenüber Israel bei Geheimverhandlungen zu unglaublichen Zugeständnissen bereit gewesen seien, was in ihrer Bevölkerung Empörung verursachte. Der eigentliche Skandal aber, dass Israel trotz der Zugeständnisse die Verhandlungen abgebrochen hat, wurde in unseren Medien gar nicht thematisiert. Und so darf die nationalistische Regierung in Israel bis heute Frieden und Zweistaatenlösung verhindern und bekommt aus Deutschland sogar noch ein drittes U-Boot fast geschenkt, damit es einmal seine Atomraketen unbemerkt an seine Widersacher herantauchen kann? Wer glaubt, dass dies in Zukunft immer nur den Iran treffen könnte, der ist möglicherweise blauäugig, denn ein Staat, der offensichtlich in seiner jetzigen Form nur durch Alimentierung von Außen und durch Feindschaft mit seinen Nachbarn bestehen kann, dem ist einiges an Unberechenbarkeit zuzutrauen.

Auch Gaza ist immer noch ein großes Gefängnis und nicht nur Araber in der Westbank, sondern auch arabische Israelis werden immer mehr diskriminiert. Von all diesen Verbrechen - und von massiven sozialen Unruhen - wird durch Kriegstreiberei gegen den Iran abgelenkt, weil dessen Führung Israels Politik entschieden kritisiert. Und Amerika, Israels Schutzmacht, protestiert zwar immer wieder, tut aber nichts um seinen "Flugzeugträger" in Nahost nicht zu verstimmen. Bei Cyberattacken gegen den Iran, wie den Stuxxnet-Angriffen gegen Atomanlagen, arbeitet man offenbar sogar zusammen. Und Fachleute behaupten auch, dass Luftbilder von jüngsten Explosionsorten im Iran alle Merkmale von Luftschlägen zeigen. (Doch der Iran nimmt die Schuld für die Explosionen auf sich, denn im anderen Fall müßte er ja Vergeltung üben und würde die Welt in einen Krieg stürzen. Dies zeigt wohl, dass auch Teherans Regime nicht von allen guten Geistern verlassen ist. Leider wird die besonnene Reaktion seine Angreifer zum Weitermachen ermunteren, weil es von den westlichen Komissköpfen als Schwäche ausgelegt wird.)

Aber Israel lässt einen nicht nur bei seinem militärischem Treiben ratlos zurück, auch beim Vordringen von religiös-orthotoxen Gesetzen, kann man nur den Kopf schütteln, etwa bei getrennten Abteilen für Männer und Frauen in Bussen oder Verbot von Frauenbildern in der Öffentlichkeit. In einigen Städten mit orthotoxer Dominanz, verlangen Schilder schon, dass Frauen und Männer verschiedene Gehsteige benützen sollen oder im Supermarkt an verschiedenen Kassen anstehen sollen. Da hat sogar Amerikas Aussenministerin angemerkt, dass derartiges mehr zu Taliban und Mullahs passen würden.

Gleichzeitig schlägt Israel auch ins andere Extrem, etwa in Forschung und Medizin, bei der es keinerlei ethische Schranken mehr zu geben scheint. Dass israelische Forscher Hühner ohne Federn züchtet, damit man sich das Rupfen spart, hat man schon vor Jahren gelesen. Doch eine Meldung von heute schockiert noch mehr: Da wurde ein achtzehn Jahre lang tiefgefrorener Embryo einer Frau eingepflanzt, die das Kind auch austrug und zur Welt brachte.

Da kann einem schon Sodom und Gomorrha in den Sinn kommen... Doch in der Geschichte hat Jaweh ja keinen einzigen Gerechten mehr gefunden, was heute dann doch ganz anders ist, denn viele Israelis sind genauso entsetzt, was in ihrem Namen geschieht und es scheint als würden es immer mehr.

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Nachtrag. Heute am 28.12.11 geben die deutschen Medien wieder ein Beispiel ihrer tendenziellen Berichterstattung, wie wir es seit Jahrzehnten kennen: Überschrift: "Palästinenser feuern Raketen auf Israel ab". Erst dem anschließenden Bericht kann man dann entnehmen, dass dies eine Reaktion auf einen israelischen Luftschlag mit Todesopfern war und die pälästinensichen zwei "Raketen" eher Feuerwerkskörper waren, von denen eine noch in Gaza, die andere auf freiem Feld einschlug.

 

18.12.11 Zurück bleibt Chaos und Gewalt

Neun Jahre nach dem Überfall auf den Irak haben die Amis den Irak wieder verlassen. Sie hinterlassen chaotische Verhältnisse, eine zerstörte Infrastruktur, zerstörte und geplünderte Kulturdenkmäler, zigtausende Waisen und Witwen, ein Heer von Verstümmelten, und nicht zuletzt eine unbekannte Zahl von Toten, die Zahlen schwanken von Hundertausend bis zum Vielfachen davon. Die Schiiten werden nicht mehr von den Suniten diskriminiert, ermordet und verfolgt, sondern nun läuft es umgekehrt. Bush hat es mit diesem Krieg geschafft sein Land, ja den Westen insgesamt, zum Synonym für wirtschaftlich motivierte Mordbrennerei und Folter zu machen und die Weltwirtschaft ins Chaos zu stürzen. Doch weder Bush noch seine Neben- und Hinterleute mußten sich bis heute für ihre Verbrechen verantworten. Durch die schiitische Regierung ist Irans Einfluß im Irak enorm gestiegen, Bush hat den Mullahs in die Hände gearbeitet. Und die Ölförderung? Fließen nun wenigstens die Ölmilliarden? Bislang sind die Chinesen die größten wirtschaftlichen Profiteure der amerikanischen Invasion geworden...

11.12.11 Bock zum Gärtner gemacht

Leserbrief an PNP zum Bericht "Hinzken: Ausbaugegner sind verkehrspolitische Geisterfahrer"

Wer ausgerechnet jene Kanalbaufirma, die oberhalb Straubing die Donau schon zerstört hat, mit einer Untersuchung zum weiteren Donauausbau beauftragt, der macht den Bock zum Gärtner. Abgeordneter Hinzken, der Schutzheilige allen niederbayerischen Verkehrswegebaus, sollte sich besser fragen, ob er noch auf der richtigen Fahrbahn unterwegs ist. Würde er noch 50 Jahre politisch wirken, schauten am Ende wohl nur noch unsere Berggipfel aus dem Straßenteer, die Donau wäre durchgängig ein Kanal und die dritte Startbahn in den Bayerischen Wald verlegt... Ist es Herrn Hinzken entgangen, dass sich auch der Zukunftstrat der Staatsregierung gegen den Donauausbau und den weiteren Bau immer neuer Straßen ausgesprochen hat? Gewiß auch alles Geisterfahrer. Ich lade Herrn Hinzken zu einer Paddeltour von Irlbach nach Mühlham, damit ich ihm zeigen kann, was durch Staustufen alles zerstört würde: der verbliebene letzte Rest eines herrlichen Flußes mit seinen Sand- und Kiesstränden und seiner Flora und Fauna, die das Steigen und Fallen der Wasserstände zum Überleben brauchen. Niederbayern galt lange bei Münchner Salonbayern und Preussen als zurückgeblieben. Heute spotten sie über uns, weil keine andere Region so vom Fortschrittswahn befallen ist. Wo sind unser alter Stolz und unser Selbstbewußtsein geblieben, wo die Wertschätzung unserer Heimat?

26.11.11 Zur Landratswahl in Regen

Erstmals bin ich einer Wahl ferngeblieben und möchte dies als Votum gegen die angekündigte Straßenbaupolitik beider Kanditaten verstanden wissen. Ich befinde mich dabei überraschend in der Gesellschaft des Zukunftsrates der Staatsregierung, der auch nur den Erhalt und die Optimierung des Verkehrswegenetzes fordert, aber keinen Neubau. Zum Wahlkampf. Deutlich wie nie haben sich ansonsten im Verborgenen operierende Unterstützer zu erkennen gegeben, was Hinweise zum Lösen von Rätsel bei Vorgängen der jüngeren Vergangenheit geben kann. Andere haben Argumente von gerade unterirdischer Qualität vorgetragen. Besonders die frömmelnden Totschlagargumente sollten wir nicht einfach unter den Teppich kehren, denn die Zeiten katholischer Inquisition sind vorbei. Da haben offenbar einige Aufklärung und Neuzeit völlig verschlafen. Schlimm genug, wenn sich die Kirchen unwidersprochen zur pseudobayerischen Folklore-Kultur degradieren lassen. Als sehr positiv empfand ich dagegen die freundliche Gelassenheit durch Stadtpfarrer Eder in der "Quer"- Sendung.

 

29.11.11 Tiefe Einblicke

Zum Bericht "Eine moralische Verbeugung" vom 25. November:

"Es ehrt den bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer, dass er Völkerverständigung in Tschechien betreibt. Doch dass die Prager Regierung ihn alleine durchs Land zu den Gedenkstätten fahren lässt, gibt tiefe Einblicke in die herrschende Denkweise. Jeder dritte Einwohner Böhmens war einmal ein Deutschböhme. Seit Jahrhunderten war das Land ihre Heimat. Es waren Nazis - deutsche und tschechische -, die zum Ende der K.-und-K.-Monarchie gegeneinander Hass gesät haben. Gewiss ist bis 1945 das Gewicht der Verbrechen deutscher Nazis an Tschechen viel größer als umgekehrt. Doch es wurde nach dem Krieg nicht nach persönlicher Schuld oder Nazimitgliedschaft gefragt - nein, es wurde ein Drittel der Bevölkerung mit ihren Kindern, nur weil sie deutsch waren, aus ihrer Heimat vertrieben und ihre gesamte Habe beschlagnahmt. Und doch waren es nicht ,die Tschechen‘, die ein so unglaubliches Verbrechen gegen das Völkerrecht begangen haben, so wenig man ,den Deutschen‘ kollektiv die früheren Verbrechen anlasten kann. Es waren die nationalistischen Fanatiker auf beiden Seiten, die die Volksgruppen gegeneinandergehetzt haben. Damit die heutige Generation in einem freien Europa zusammenwachsen kann, muss man seine Geschichte kennen, um aus ihr lernen zu können. Dass etwa die Benes-Dekrete noch immer gelten, ist schwer zu verstehen, und die jetzigen Reaktionen Prager Politiker erinnern an überwunden geglaubte dunkle Zeiten. Mit der Deutsch-Tschechischen Erklärung vom Januar 1997 war man da schon einmal viel weiter."

6.11.11 Auftakt für noch viel größere Zerstörungen

Leserbrief an Deggendorfer Zeitung

Auf "persönliche" Einladung vom Straßenbauamt konnte sich Herr Guddas ein "persönliches" Bild vom Straßenbau machen und widerruft alles früher Gesagte und lobt die Baumaßnahme nun über den Schellnkönig. Doch es geht nicht nur um die Brutalität, mit der die Straße bei Hengersberg in die Landschaft gebrochen wurde, es ist erst der Auftakt für noch viel größere Zerstörungen. Man braucht den weiteren Verlauf des geplanten Autobahnzubringers im Kopf nur einmal bis Zwiesel weiter denken: Erst über den Berg nach Hangenleiten, dann durch das Kirchberger und Rinchnacher Tal. Bis dorthin wird die Maßnahme ja als Ortsumgehungen verkauft, doch weiter bis Zwiesel wird man dann halbe Berge abtragen müssen und am Ende hat man eine neue Fernstraße und - den Transitverkehr, was eine ganz andere Kategorie des Verkehrs ist. Da denkt man sich in Brüssel und München neue Fernverbindungen aus und finden vor Ort Provinzpolitiker, die sich dafür auch noch bedanken. Ich weiß, die lautesten davon sitzen in Zwiesel, sie gieren geradezu nach Fernverkehr: Ausbau der B 11 und der B 85! Ausbau der Staatsstraße von Kötzting nach Grafenau über Zwiesel zu einer zweiten Ostmarkstraße! Und dann der Autobahnzubringer über Hangenleiten. Wie oft habe ich schon an sie appellliert: Denkt an die Menschen an der Strecke! Nur weil einige Zwieseler sich vom Straßenbauvirus haben anstecken lassen, darf man doch nicht die Umgebung unserer Nachbarn zerstören, die einmal von allem nur den Gestank und den Lärm haben werden! Leider erfolglos. Und so wird eine Ortsumfahrung nach der anderen gebaut und am Ende haben wir das verloren, was unsere altbaierische Heimat einmal ausmachte. Vor dreißig Jahren habe ich darüber noch Gstanzl geschrieben, heute ist mir das Reimen vergangen. Meine alten "Teer- und Blechgstanzln" gratis zum Downloaden als Ständchen, auch für Herrn Guddas. http://www.geiss-haejm.de/lieder/278.mp3

 

2.11.11 Es scheint wieder loszugehen

Friedensnobelpreisträger Obama will für 700 Milliarden Dollar neue Atomraketen bauen. Wir erinnern uns, dass er zu Beginn seiner Amtszeit verkündete, die Welt von genau diesen Vernichtungswaffen befreien zu wollen. Heute wissen wir, dass mit seiner Hilfe in den USA nur ein "Messias-Spektakel" aufgeführt wurde, um Druck aus dem Kessel zu nehmen, der sich nach dem Politchaos durch George Bush aufgestaut hatte. Nun wird in renommierten Medien gemunkelt, Obama wolle zusammen mit Israel und England den Iran angreifen. Braucht man einen neuerlichen Krieg, um die Occupy-Bewegung wieder in die Reihen zu zwingen?

Israel hat gerade eine für Atombomben geeignete Langstreckenrakete getestet und Netanjahu warb im Kabinett um Unterstützung für einen Angriff gegen den Iran. Außerdem hat er den Bau neuer Siedlungen im Westjordanland verkündet. Was soll man da noch sagen? Mittlerweile sollten auch gutmeinende deutsche Politiker begreifen, dass Israel keinen Frieden mit den Palästinenser will und die Zeit, in der Juden Opfer waren, zwei Generationen zurückliegt. Doch unsere Regierungen unterstützen noch immer mit Geld und Waffen einen Staat, der seit über 60 Jahren mit seinen Nachbarn Krieg führt. Unser deutsches moralisches Erbe sollte es sein, mutig neuen Rassismus und Staatsterrorismus zu benennen, von wem immer dies auch geschieht. Und Israel, als ein uns historisch so verbundenes Land, ist zu einem nationalistischen Räuberstaat geworden, unfähig und unwillig mit Nichtjuden zusammenzuleben. Was in Gaza und der Westbank täglich passiert, würde die ganze zivilisierte Welt empören, wenn es, ja wenn es nicht von den Israelis verbrochen würde.

Kaum haben Amis und Briten (und Franzosen) in Libyen ein unliebsames Regime niedergebombt, verborgen hinter der Helfermaske von UNO und NATO, soll das blutige Spiel nun also weitergehen. Wie im Irak und in Libyen wurden auch im Iran westliche Ölkonzerne enteignet, nun soll das auch dort rückgängig gemacht werden. Seit ich denken kann, läuft es immer auf die gleiche Weise ab. Obwohl zu Hause alles drunter und drüber geht und das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" zum "Land der grenzenlosen Ungerechtigkeit und Not" geworden ist (siehe oben "Mein armes Amerika"), hat seine Führung für Eroberungskriege immer Geld. Da kann es in Afghanistan und dem Irak noch so in die Hosen gegangen sein, für den nächsten Krieg ist wieder Geld da, auch bei über 14 Billionen Staatsschulden, oder gerade deswegen? Etwa um den militärischen Drachen zu Hause zu füttern? Oder um dem Volk wieder mit neuen Lügen und Bedrohungen die Köpfe zu füllen und es so zu disziplinieren? Wir werden sehen, wie es kommt. Wie es ablaufen wird, wissen wir ja zur Genüge: Die hanebüchenen Mordpläne gegen den saudischen Botschafter durch Teheran, waren schon der Auftakt, waren dann aber doch zu unglaubwürdig. Daher wird man, bevor es dann richtig losgeht, noch rechtzeitig einen neuen Kriegsgrund inszenieren.

Noch ein Wort zu den Briten. Sie sind natürlich auch dieses Mal wieder dabei, sie, die die Schuld haben an dem ganzen Schlamassel im Orient und dass "die Völker so aufeinanderschlagen". Sie haben die ganzen willkürlichen Ländergrenzen gezogen, nach dem Sieg über das osmanische Reich, ohne auf die Völker Rücksicht zu nehmen. Aber vielleicht war auch das geplant, damit man ein paar hundert Jahre lang Kriegswirren hat und die Völker gegeneinander ausspielen und ausplündern kann. Vielleicht wird erst nach dem letzten Tropfen Erdöl Frieden in die Region einkehren, wenn Suniten und Schiiten, Kurden, Araber, Palästinenser und Juden einmal wieder in Armut nebeneinanderleben....

 

28.10.11 Verkehrsfluß lässt sich auf mehrerlei Arten verbessern

Zum Leserbrief von Herrn D. im BBR

Dass es nur um "behutsamen Ausbau" der Straßen geht, wird wohl ein frommer Wunsch bleiben, Herr D., denn die Stellungsnahmen der Landratskanditaten zum Straßenbau haben sich anders gelesen. Keiner hat auch nur erwähnt, dass es eigentlich um Transit- oder Fernverkehrsverbindungen geht, wenn Schwarzach-, Kirchberger und Rinchnachtal zerstört werden, ja einige haben nicht nur neue Autobahnzubringer, sondern autobahnähnlichen Ausbau gefordert. Die Landschaften auf der Strecke sind den Straßenplanern, deren Ziele vermutlich in Brüssel oder München ausgebrütet werden, egal. Schlimm ist nur, wenn sich lokale Politiker vor deren Karren spannen lassen. Sehen sie nicht, was sie etwa bei Hengersberg bereits angerichtet haben, wo der gewünschte Autobahnzubringer Richtung Hangenleiten schon in die Landschaft gebrochen wurde? Ein Albtraum, nicht nur für die Anwohner, die überhaupt nichts davon haben. Man kann sich ausmalen, wie es weitergeht über den Ranzinger Berg bis nach Rinchnach, wobei es dann erst richtig beginnt, denn der schwierigste Teil der Strecke bis Zwiesel steht dann noch bevor, aber darüber redet heute noch niemand. Ich habe für mich in den letzten Monaten einmal alle Störungen des Verkehrsflusses notiert, die ich selber im Auto erlebt habe. Lastwagen und bummelnde Urlauber waren es eher selten, mehr schon Straßenpflege- und Ausbesserungsarbeiten ohne Umleitungsplanung oder Verkehrsregelung. Die überwiegende Zahl der Stockungen wurden aber durch landwirtschaftlichen Verkehr verursacht, vermutlich, weil immer mehr Bauern auf Überlandstraßen fahren, um immer weiter auseinanderliegende Flächen zu bewirtschaften. Doch die Agrarpolitik ist eine heilige Kuh, lieber zerstören wir weiter unsere Landschaft, doch diese ist endlich, unsere Bedürfnisse aber sind unendlich...

Anhang

Ich wurde nach Abdruck des Leserbriefes zu meiner "Verkehrsstockungszählung" angesprochen und ich will hier darauf antworten.

Natürlich ist meine Zählung nicht repräsentativ. Sie ist von der Jahreszeit und von den gefahrenen Strecken abhängig und natürlich auch von der Zählweise usw. Dennoch glaube ich, dass jeder andere zu ähnlichen Ergebnissen kommen wird. In jedem Fall spielt der landwirtschaftliche Verkehr eine überraschend große Rolle. Eine Erklärung habe ich dafür schon gegeben, das Bauernsterben und die Übernahme oft weit auseinanderliegenen Flächen durch immer größer werdende verbliebene Betriebe. Dann die Auswirkungen aus der heutigen Arbeitsteilung: Kraftfutter wird im großen Maße zugekauft und wird zu den Grünlandbetrieben transportiert. Das verfütterte Fremdfutter führt zu riesigen Güllemengen, die alle paar Wochen auf den Wiesen entsorgt werden müssen, was sich von sinnvoller Düngung völlig abgekoppelt hat. Im gleichen Maße erhöht hat sich auch die Schnitthäufigkeit des Grüngutes. Alles zusammen führt zu 20-30 igmaligem Befahren der Wiesen, was immer öfter auch über Überlandstraßen geschieht. Da zudem auch unsere regionalen Molkereien geschlossen wurden, muß heute die Milch nach Cham transportiert werden. Zu bestimmten Tageszeiten haben die Milchlaster auf den Bundesstraßen starke Auswirkungen auf den Verkehrsfluß. Auch die Zentralisierung der Kompostierung von Biomasse, war verkehrspolitisch eine unsinnige Entscheidung.

Ich mag mich hier nicht auf das dünne Eis der Beurteilung von sinnvollem Straßenverkehr begeben, vor allem will ich den Nutzen des Individualverkehrs völlig außen vor lassen, denn die freie Entscheidung darüber hat viel mit Lebensqualität und Wohlbefinden zu tun.

Nur generell will ich anmerken, dass viel Verkehr durch die Trennung von Arbeit, Freizeit und Wohnen entsteht, der uns in aller Regel nichts bringt. Doch die verschiedenen Lebensbereiche wieder mehr zusammenzubringen- auch die zersplitterten und über das Land verteilten Familien - wäre eine kulturelle und gesellschaftspolitische Aufgabe, die nichts mit Straßenbau zu tun hat. Parallel dazu ist der gegenwärtige globale freie Warenhandel auch nichts weniger als ein Wahnsinn, dessen Folgeschäden die Erde zu zerstören drohen. Selbiges gilt für den Massentourismus. Würden alle 7 Milliarden Menschen soviel reisen, wie heute die Menschen der Industrieländer, dann würde das biologische und wirtschaftliche System in kurzer Zeit zusammenbrechen.

Um wieder auf den Verkehr im Bayerischen Wald zurückzukehren- es gibt auch außerhalb der Landwirtschaft viel völlig unsinnigen Verkehr. Als Beispiel möge der privatisierte Lieferverkehr herhalten. Hat früher eine Firma Pakete ausgeliefert, so sind es heute etliche Firmen, die mit nicht ausgelasteten Transportern den Verkehr behindern. Oder der Einsatz von Riesenbusen für den öffentlichen Nahverkehr, die etwa neben leeren Zügen verkehren, weil sie Subventionen erhalten. (Zunehmend mit verspiegelten Fenstern, damit man ihre leeren Sitze nicht sieht). Statt mit Kleinbussen und Ruftaxis den Bedarf der Menschen in den Dörfern wirklich zu decken, setzt die Politik weiter auf ein System aus Geisterzügen und Geisterbussen. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit Fahrräder im öffentlichen Nahverkehr mitzunehmen (was alleine einen breiten Verzicht auf das Auto herbeiführen könnte), verteuert oder ganz abgeschafft.

Bislang wurde aber immer nur über Zielverkehr gesprochen. Würde unser Waldgebirge aber zum Transitland werden, wie es von der Politik klammheilich salamimäßig betrieben wird, begäben wir uns verkehrsmäßig in eine völlig andere Dimension der Problematik. Alles bislang Erwogene würde mit einem Male nebensächlich, der Bayerische Wald wäre dann nichts weniger als verloren....

 

26.10.11 Das Kleingedruckte gehört verboten

Onlinekommentar zu PNP-Bericht

Es ist schon lange überfällig das "Kleingedruckte", dass vor allem die Telekommunikationsbranche systematisch in ihrer Werbung in betrügerischer Absicht anwendet, zu verbieten. Wer etwa Werbeprospekte der Telekom betrachtet, braucht für das Kleingedruckte sehr gute Augen oder eine optische Hilfe. 99 Prozent der Prospekte bestehen aus Bildern und markigen Sprüchen und das Wesentliche muß man dann mit der Lupe nachlesen. Das derartige Gaunerei noch immer erlaubt ist, kann ich nicht verstehen.

 

29.10.11 Gärten statt Gefechte

Leserbrief an PNP

Wer behauptet, dass der Erhalt der ostbayerischen Kasernen nur auf Grund des unermüdlichen Einsatzes von CSU-Mandatsträgern zustande gekommen sei, der unterstellt, dass der Verteidigungsminister nicht nach rationalen Argumenten entschieden hat, sondern nach Gefälligkeit. Doch warum sind die ostbayerischen Kasernen wirklich erhalten worden? Ins Auge fällt ihre Nähe zur früheren Grenze, die es zwar nicht mehr gibt, die beim Militär vielleicht aber noch tief verwurzelt ist. Ein weiterer Grund könnte sein, dass man in Berlin den Niederbayern politischen Gleichmut oder katholisches Krämerdenken unterstellt, denn hier fragt öffentlich kaum jemand nach dem Sinn der Armee, protestiert niemand gegen Auslandseinsätze, die anderswo als verfassungswidrig diskutiert werden. Bei uns dagegen versteigert sich etwa Regens Bürgermeisterin in Liebeserklärungen zum Militär, werden Soldaten mit Rosenkränzen nach Afghanistan geschickt und in Straubing-Bogen veranstalten Politiker Wallfahrten auf den Bogenberg, um dem lieben Gott für den Erhalt der Kasernen zu danken. Auch der Klerus sieht darin keinen Widerspruch zur christlichen Lehre oder gar Blasphemie, schließlich geht es um wirtschaftliche Bestandswahrung. Wenn dann aber auch noch Bogens Kommunalpolitiker ins Feld führen, dass sie nicht wüßten, was sie mit den hundert Hektar Kasernen- und Truppenübungsgelände hätten anstellen sollen, das große Teile des "heiligen Berges von Niederbayern" umfaßt, dann beginnen einem die Augen schon ein wenig zu tränen... Die herrlichen Donauufer und die hinreißend schöne Topografie des Bogenberges, mit seiner südlichen Vegetation, brauchen keinen Gefechtslärm, im Gegenteil! Dieser verhindert jede ins Auge springende Nutzung etwa als Landschaftspark, dauerhafte Gartenschau oder/ und als kulturelle und touristische Perle für die ganze Region.

 

22.10.11 Lügentheater

Die NATO hat über 26 000 Angriffe in Libyen geflogen, zuletzt auf einen Fahrzeugkonvoi mit Gaddafi, natürlich nur um die Zivilbevölkerung zu schützen... So wird seit Beginn des Krieges gelogen, dass sich die Balken biegen, was aber kein Votum für Gaddafi sein soll. Doch warum hat man den Krieg geführt? Ich habe es in meinem Kommentar am 16.9. schon geschrieben: Erdöl!. Und warum hat man Gaddafi gelyncht? Da muß man sich nur fragen, wer davon einen Vorteil hat. Da wären die westlichen Staatsführer, die nicht wollen, dass Einzelheiten ihrer langjährigen Kumpanei mit dem Diktator etwa in Den Haag ausgebreitet worden wären. Und da sind die neuen Machthaber in Libyen, von denen die Allermeisten auch Gaddafi gedient haben. Wie ehrlich waren da die frühen Räuber: sie haben geraubt und gemordet, aber sie haben den Verstand der Menschen nicht mit beschönigenden Lügen beleidigt.

Anhang, 26.10.11

Mittlerweile lichtet sich langsam der Pulverdampf und die Aufständischen, die man in den letzten Monaten vor allem wie Geisteskranke in die Luft schießen sah, zeigen, weiter wess Geistes Kind sie sind: Massenerschießungen, Terrorakte, Folter und Leichenschändungen. Und die Dinge beginnen erst. Wer etwas anderes erwartet hatte, war ein Träumer. Sarkozy, Cameron und Obama haben aber bestimmt nicht geträumt, sie wußten genau, was sie taten. Statt die Hintergründe des Krieges auszuleuchten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, meinen in Deutschland noch immer Medienleute, SPDler und Grüne bedauern zu müssen, dass Deutschland sich nicht an dem Eroberungskrieg beteiligt hat. (Was aber nach neueren Meldungen gar nicht mehr so sicher ist, denn offenbar hat der deutsche Geheimdienst (wie schon beim Irakkrieg) im Hintergrund mitgemischt, in den NATO-Planungsstellen sowieso.)

 

21.10.11 Keine Wahl!

Leserbrief an BB-Regen zur Landratswahl

Wer die Reste unserer intakten Landschaft als unseren noch verbliebenen Reichtum begreift, hat bei der Wahl des neuen Landrats keine Wahl. Alle Bewerber sehen es als ihr Hauptanliegen an, weiter Straßen aus- und neu zu bauen, trotz dem vorhandenen dichten Straßennetz, das kaum erhalten werden kann. Da können alle fünf Bewerber noch so freundliche Zeitgenossen sein - sie hängen alle dem provinziellen Irrglauben an, dass unsere Zukunft von immer mehr und schnelleren Straßenverbindungen abhängt. Wäre ihr Glaube wahr, herrschte in allen Ortschaften entlang von Autobahnen wirtschaftliche Glückseligkeit, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Wenn einmal alle unter dem Deckmantel "Ortsumgehung" geplanten Transitverbindungen gebaut sind, dann ist der Bayerische Wald so sehr zerstört, dass er seinen Reiz verloren hat- für uns selber grad so, wie für erholungssuchende Urlauber. Es geht auch nicht um Naturschutz oder irgendeine nostalgische Ideologie - es geht um Heimat- und Menschenschutz! Wir müssen unsere Heimat als eine grüne Nische in einer immer gesichtsloseren Welt erhalten - für unsere Kinder und Enkel! In den Achtigern habe ich zum Thema noch Gstanzl geschrieben, heute ist mir das Reimen vergangen. Wer aber Lust hat, kann ja wieder einmal reinhören, es ist auch als Gratisständchen für unsere Kanditaten gedacht. www.geiss-haejm.de/lieder/278.mp3

 

17.10.11 Demokratischer Witz

Leserbrief an die Sueddeutsche Zeitung zu den Berichten über den beabsichtigten Bürgerentscheid in München zur 3. Startbahn

Ein Bürgerentscheid ist normalerweise eine gute Sache. Doch nicht die betroffenen Anwohner des Flughafens dürfen über ihr zukünftiges Wohl und Wehe abstimmen, sondern die potentiellen Nutznießer. Nun traue ich den Münchnern durchaus eine rücksichtsvolle Entscheidung zu, aber es bleibt dennoch ein arger demokratischer Witz.

 

14.10.11 Temelin gefährdet gute Nachbarschaft

Leserbrief an PNP zum Bericht "Prag erleichtert Temelinausbau"

Die tschechische Atompolitik hat mit guter Nachbarschaft nichts zu tun hat. Prag, so scheint es, setzt umso mehr auf Atomenergie, je mehr Bayern und Österreicher davor Angst haben. Spielt hier Psychologie mit, etwa historisch bedingter Trotz, oder gibt es Informationsdefizite? Es ist aber gewiß kein nationales Problem, denn Atomköpfe gibt es auf beiden Seiten der alten Grenze, man denke nur an die Atomanlage in Wackersdorf, die Strauß und Co direkt in Grenznähe gesetzt hatten, die aber von der Bevölkerung verhindert wurde. Nun ist es an den Tschechen ihre Atompolitiker zu bremsen, die auch nach Tschernobyl und Fukushima nichts gelernt haben. Wir können nicht warten, bis es einmal kiloweise Strontium vom Himmel regnet und den Verantwortlichen ein Licht aufgeht. Die Konsequenzen nach einem GAU wären für Bayern, Österreicher und Tschechen dieselben: Wir würden auf Dauer aus unserer Heimat vertrieben.

11.10.11 Keine Demokratie ohne kritischen Journalismus!

Leserbrief an BBZ zu "Zwei Jahreszeiten im Wechsel"

Schöne Bilder, zweifellos! Und doch ist die Größe der Bilder, die sich in den letzten Jahren eingebürgert hat, kritisch zu hinterfragen. Ich habe das Gefühl, dass unsere Heimatzeitung immer weniger Information bringt. Neulich habe ich einen alten Bayerwaldboten durchgeblättert und war überrascht, über den Umfang des gedruckten Textes. Ich schätze, dass dem Leser damals annähernd doppelt so viel Information geboten wurde, auch wegen des kleineren Schriftbildes. Dagegen könnte man heute den Eindruck gewinnen, die Zeitung würde für Kinder gemacht. Gleichzeitig scheint es mir auch, dass es einen Rückzug aus der kritischen Berichterstattung gibt. Doch wer soll den Menschen die Hintergründe der politischen Geschehnisse näher bringen, wenn nicht die Zeitung? Als Beispiel möge der gegenwärtige "Wahlkampf" um den Landratsposten genügen: In drei Wochen wird gewählt, doch statt den Bewerbern auf den Zahn zu fühlen, schwelgt man lieber in schönen Landschaftsaufnahmen. Wir wissen, dass nach dem Herbst der Winter kommt, doch wen wir wählen sollen, wem wir trauen können, wissen wir nicht. Warum hat die Zeitung nach dem Tode von Heinz Wölfl nicht eine Umfrage gestartet, wenn die Bevölkerung gerne als Landrat hätte? Auch dass Wölfls Probleme schon so viele Jahre bekannt waren, ist an der Presse völlig vorbeigegangen. Doch Demokratie gibt es nicht ohne kritischen und couragierten Journalismus. Nicht Hofberichterstattung - sondern selber nachprüfen, hinterfragen, vorausschauen und das Ohr an den Sorgen der Bürger haben.

 

4.10.11 Morden wie die alten Götter

Kommentar zum jüngsten Mord der Amis

Wieder wurde von den USA ein Mensch ferngelenkt durch eine Drohne "getötet", das ist das verlogene Wort, das alle Medien offenbar gleichgeschaltet heute verwenden, wenn es für gezielten Mord ohne Gerichtsverhandlung durch die USA oder Israel geht. Natürlich werden nur Terroristen ermordet, beinah immer mit zivilen "Kollaterialschäden", die meistens gar nicht erwähnt werden. Man stelle sich vor, das würden andere zivilisierte Länder machen, ein Aufschrei ginge durch die Welt, alle Medien würden von "Terrorregimen" sprechen, zurecht. Doch wie die Fälle liegen, ist es anders. Über tausend Menschen sollen durch US-Drohnen schon ermordet worden sein, feige ferngelenkt aus den Staaten, wie die alten Götter mit Blitzen vom Himmel herab... Ich schäme mich für die schon zur Routine werdenden Verbrechen durch unsere amerikanischen und israelische "Freunde" und kann ihre Taten nicht von den Bösewichtern unterscheiden, die sie bekämpfen, wobei man Letzteren sogar noch in aller Regel zu Gute halten muß, dass sie es aus Verzweiflung tun.

 

26.9.11 Aussenstelle des Paradieses

Leserbrief an die Deggendorfer Zeitung zum Bericht "Sibler: Wenig Chancen für die Donau"

"Für einen politischen Zweck ist mir das Weltkulturerbe ehrlich gesagt zu schade."Mit diesen Worten wird CSU- Mann Berd Sibler zitiert. Die Donau ist ihm offenbar aber nicht zu schade, für die politischen Zwecke seiner Wirtschaftspartei, die auch die letzten Kilometer diesen herrlichen Stromes kanalisieren will, wie es Straubing aufwärts bis ins Schwäbische schon geschehen ist. Sibler reiht sich damit in den Chor der Agitatoren zur Zerstörung der Donau aus Hinzken, Huber, Eder oder Erl, der erst unlängst einen Kraftwerksbau an der wunderbaren Mühlhamer Schleife - seiner unmittelbaren Heimat! - forderte. Doch ein Fluß, der nicht mehr fließen kann, dessen Wasserstand sich nicht dauernd verändert, verliert sein ihm Typisches, mit ihm seine Flora und Fauna. Die wunderbaren kiesigen und sandigen Donaustrände würden mit Brennesseln und Springkraut zuwachsen, viele Fischarten würden ihre Laichgründe verlieren und der noch beinah vollständig ungehobene Schatz des Donautourismus könnte nie mehr gehoben werden. Wenn Herr Sibler etwa darauf hinweist, dass Neuschwanstein auch noch kein Weltkulturerbe sei, dann vergleicht er den niederbayerischen Donauraum, der zu den ältesten Siedlungsgebieten Europas zählt und der trotz aller Zerstörungen noch immer einmalig ist, mit einem kitschigen Schlößchen, das der entmachtete bayerische König von den Preussen als Spielzeug bekam, damit er still hielt, während sie Bayern einkassierten. Wer die Donau liebt, weiß, dass die Etikettierung als eine "Aussenstelle des Paradieses " streckenweise nicht übertrieben ist. Doch Gewöhnung macht blind, was man hat ist nichts wert, und so spielt für viele Anwohnern der große Strom heute keine besondere Rolle mehr. Sie besitzen gleichsam ein wunderbares Musikinstrument, ohne darauf spielen zu können oder zu wollen.

16.9.11 Schurkenstück

Leserbrief an PNP zum Bericht vom 16.9.11 "Wettlauf nach Tripolis"

"Viele politisch ungebildete Menschen quält eine diffuse Angst vor einer militärischen oder politischen Einmischung westlicher Staaten in Libyen", schreibt Redakteurin Clasmann. Doch falls "gebildete" Menschen diese Sorge nicht haben, ist es mit ihrer Bildung nicht weit her, denn dieser Krieg war ein Schurkenstück von Anfang an und Gaddafi war nicht der einzige Schurke. Sarkosy und Cameron zeigten ja nun, um was es bei der Förderung der Revolte ging: um Erdöl, um was auch sonst. Wer die Ölindustrie verstaatlicht, wie es Gaddafi getan hat, muß weg, wir kennen das ja auch aus dem Irak. Die weitere Geschichte wird ja zeigen, wer davon profitiert, dass es das libysche Volk sein wird, glaube ich nicht. Auch Afrika ist als politische Macht nun geschwächt, denn es hat seine vielleicht wichtigste Führungsfigur verloren und die Ausbeutung seiner Bodenschätze durch den Westen wird nun wieder leichter gehen. Wie die Sache aber wirklich ausgeht, wird sich erst zeigen, denn über Gaddafis Entmachtung freut sich auch der Iran. Der Westen hat ihm nach Saddam Hussein nun den zweiten Gegenspieler beseitigt.

5.9.11 Nine Eleven:Verschwörungstheorie oder Wahrheit?

Zum zehnten Jahrestag von "Nine Eleven" kann sich der Interessierte derzeit in TV-Dokumentationen (meist spät nachts) über die Zerstörung des Worl Trade Centers in New York informieren. Ich habe in den letzten zehn Jahren so ziemlich alles zum Thema angesehen oder gelesen und ich bin mir heute vollkommen sicher, dass dieser Terroranschlag eine der größten und folgenschwersten Lügen der Weltgeschichte ist. Wir erinnern uns: Die Nazis zündeten den Reichstag an und schoben es den politischen Gegnern in die Schuhe und die Folge war das Ermächtigungsgesetz, mit dem die Demokratie vollends ausgehebelt wurde, der Anschlag auf die Twin-Towers folgt demselben perfiden Prinzip, nur dass man dabei auch noch den Tod von dreitausend Menschen und die Verseuchung New Yorks mit riesigen Mengen Asbeststaubs hinnahm. Die Flugzeuge, die in die Türme gelenkt wurden, gehen vermutlich wirklich auf das Konto von Al Kaida, die man aber gewähren ließ, wobei aber auch die Rolle ihres Führers Bin Laden, der einmal selber CIA Mitarbeiter war, sich bis heute völlig dubios darstellt. Zeugenaussagen von Beschäftigten in den Gebäuden belegen übereinstimmend, dass es bereits Sekunden vor den Einschlägen durch die Flugzeuge Explosionen in den Kellergeschossen gegeben hat. Die Hitze, die dort auch Stahl schmelzen ließ, kann nur von Explosionen verursacht worden sein. Die "Vorarbeiten" an den Gebäuden mit tagelangen Ausschalten der Überwachungsanlagen, dem tagelangem geheimnisvollen Kabelverlegen und dem abschließendem Abziehen von Sprengstoffhunden, belegen, dass die Gebäude kunstgerecht gesprengt wurden, übrigens sieben an der Zahl, wobei in einem auch die Unterlagen über gigantische Wallstreet-Betrügerein gelagert worden waren. Die Gebäude waren offenbar bautechnisch veraltet und schlecht vermietet und ein Abriß wäre nicht nur wegen der asbestummantelten Eisenträger praktisch unmöglich und unbezahlbar gewesen. Es scheint also, dass die unterschiedlichsten Verbrecher zusammengewirkt haben, um mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Immobilienhaie entledigten sich der Gebäude (der Immobilienmakler Larry Silverstone hatte die Gebäude sechs Wochen vor dem Anschlag auf 99 Jahre gepachtet, die Versicherungssumme, die er bekam, war höher als die Gesamtpacht für die 99 Jahre), die Börsenhaie hatten sich der Beweise gegen sie entledigt und die US-Regierung konnte nun die Bürgerrechte einschränken, alle Kritiker ihrer Politik zum Schweigen bringen und schließlich im Sinne ihrer Öl, Militär- und Rüstungsmafia die Welt mit Krieg, Folter und Terror überziehen. , deren Vorbereitung zum Zeitpunkt der Abschläge schon abgeschlossen waren.Verantworten mußten sich nur ein paar GIs, die sich vor Ort beim Foltern fotografieren ließen und deren Bilder in die Medien gerieten... Die eigentlichen Verbrecher blieben bis heute unbehelligt. Und für viele Amerikaner liegen die Zentren des Bösen immer noch fernen Ländern und sie lassen sich die Köpfe mit religiösem Klamauk umnebeln. Und schon schicken sich die nächsten Volksverblöder zum Wahlkampf ums Weiße Haus an.

siehe zum Thema in wikipedia Infos zu dem US-Dokumentarfim von 2006

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ein regionales Thema:

4.9.11 In den Tod getrieben?

Leserbrief an PNP zu den Berichten über den Tod von Heinz Wölfl

Das bisher Bekanntgegebene nimmt langsam Formen eines Schmierentheaters an. Wer Vorgänge erst an die Öffentlichkeit trägt, wenn sich der Beschuldigte nicht mehr wehren kann, dem kann man vieles zutrauen, ich finde das einfach niederträchtig. Auch das Herumgeeiere von Parteifreunden, man habe zwar Gerüchte über Wölfls Probleme gehört, ihn aber nie darauf angesprochen, scheint mir in dieselbe Ecke zu gehören. Wer solche Parteifreunde hat, braucht keine Feinde mehr. Vielleicht war alles so, wie es sich z. Z. darstellt, vielleicht war es aber auch ganz anders. Heinz Wölfl wurde in den Tod getrieben, ob aus Scham oder Verzweiflung über eigene Fehler oder auf Druck von außen - ich hoffe, dass die Wahrheit noch ans Licht kommt. Es ist auf jeden Fall eine Tragödie für jeden, der Heinz gekannt und geschätzt hat. Lieber Heinz, du hast dich durch dein Karrierestreben in gefährliche Gesellschaft begeben, wir haben schon vor dreissig Jahren darüber gesprochen. Doch du wolltest die Heimat voranbringen, die Synthese finden aus Visionen und Pragmatismus - und vor allem ohne ideologische Scheuklappen! Es ist überraschend lange gutgegangen.

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13.8.11 Schluss mit dem Links-Rechts-Gezänk!

Leserbrief an PNP zur Debatte über den Mauerbau

Obwohl zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des Sozialismus auch der Kapitalismus wirtschaftlich am Ende ist- alleine die USA haben neben den 14 Billionen Staatsschulden noch weitere 100 Billionen private Schulden - gewinnt man den Eindruck, als wolle man davon mit den bekannten Argumenten des Kalten Krieges ablenken. Die Instrumentalisierung des Unrechts des Mauerbaus gegen die heutigen Linken ist lächerlich, so lächerlich wie Rechtfertigungsversuche einiger von ihnen, denn 1961 hatten weder in der Bundesrepublik noch in der DDR die Deutschen die Macht solche Entscheidungen zu treffen. Deutschland war die Nahtstelle für den globalen Konflikt der Supermächte und der heute bekannte Kommentar Kennedys zur Mauer: "Verdammt, besser als ein Krieg", sollte die letzten kalten Krieger kleinlaut machen. Auch die Entscheidung, dass die DDR sozialistisch sein sollte, traf nicht die Bevölkerung sondern Moskau. Dass von dort aber auch Jahre vor dem Mauerbau die Wiedervereinigung Deutschlands angeboten worden war, wenn wir neutral würden wie die Österreicher oder Finnen, passt bis heute so gar nicht in die westliche Propaganda, ebensowenig wie die Tatsache, dass die Westmächte sich bis zuletzt gegen die Wiedervereinigung sträubten. Es wäre an der Zeit uns endlich vom Links-Rechts-Gezänk zu befreien. Wenn der Kapitalismus in der Lage sein sollte die Ökologie unseres Planeten zu sichern und den Menschen ein menschenwürdiges Leben, dann ist er die erste Wahl, so einfach ist das. Wenn es aber stimmt, dass seine Gier und Anarchie uns in den Abgrund führen, dann werden wir einen dritten Weg suchen müssen, hoffentlich auch jenseits von sozialistischer Gleichmacherei.

4.8.11 Himmlische Füllhörner?

Leserbrief BBR zu aktuellen Meldungen

Die Staatsschulden seien die größte Sorgen der Deutschen, lese ich im Wirtschaftsteil. Ein paar Seiten weiter steht, dass der Regener Stadtrat über 380 000 Euro für eine Beschallungsanlage am Stadtplatz ausgibt. Warum? Weil es dafür Fördergelder gibt. Sonst würde es sicher eine mobile Verstärkeranlage für ein paar tausend Euro auch tun. Wieder ein paar Seiten weiter werden Kommunen ermuntert selber Fernsstraßen zu bauen, es gäbe da einen Fördertopf mit sehr hohen Zuschüssen von 80 Prozent, - gleichzeitig fehlt es überall an Geld das vorhandene Straßennetz zu erhalten. Im Zwieseler Teil ist zu lesen, dass für das Zuschütten des Freibades 80 000 Euro ausgegeben wurden und in Frauenau darf die Sparkasse ihr ansehnliches Gebäude am Rathausplatz abreißen und neu bauen, ob das im Sinne der Sparer ist? Wieviele öffentliche Gebäude wurden bei uns schon vernachlässigt, dann kaputtgeredet und durch Neubauten ersetzt? Wirtschaftsförderung als Argument lasse ich nicht gelten, denn Altbausanierung schafft mehr Arbeitsplätze. Gewiss- das sind alles Peanuts, im Vergleich dazu, was die große Politik an Volksvermögen verbrät. Und doch sollten auch Lokalpolitiker sich von der Illusion verabschieden, dass staatliche Fördertöpfe himmlische Füllhörner wären.

 

25.7.11 Alles ferngelenkte Morden ächten!

Leserbrief an PNP zum Bericht von heute "Massaker schockiert die Welt"

Der norwegische Massenmörder, der von sich sagt, dass er als "Krieger, für den Erhalt des europäischen Christentums kämpft", ist wie alle religiösen Fanatiker und Rassisten, vor allem ein großer Feigling. Von Bologna bis Oslo- wenn religiöse und rechte Fanatiker morden, dann immer mit ferngezündeten Bomben wahllos gegen Unschuldige. Gleichzeitig lese ich, dass der Wahnsinnige den Spartanerkönig Leonidas bewundert, der mit dreihundert Mann der Riesenarmee des Xerxes entgegentrat. Ist ihm entgangen, dass jene Spartaner nur mit Lanze und Schwert kämpften und schon Bogenschützen als feige verachteten? Und was gibt es feigeres als einen Sprengstoffanschlag oder das Erschießen von unbewaffneten Kindern und Jugendlichen? Um Nachahmertäter abzuhalten muß alles ferngelenkte Morden in allen seinen Formen weltweit geächtet werden und Religionen dürfen sich nie mehr für staatliche "Kreuzzüge gegen das Böse" und durch durchgeknallte "Tempelritter" mißbrauchen lassen. Der erste Schritt muß aber sein, diesen unreifen Knallköpfen jeglichen Heldenstatus zu nehmen und sie als das zu bezeichnen, was sie vor allem sind: Elende Feiglinge und eine Schande für die Menschheit!

 

24.7.11 Mehr Augenmaß!

Leserbrief an BBZ zum Bericht vom 21.7.11 "Halten will gelernt sein"

Reicht es nicht, dass mit den vielen Supermärkten am Ortsrand dem Leben und Gewerbe in der Innenstadt schwerer Schaden zugefügt wurde? Muß durch eine kleinliche Auslegung der Verkehrsordnung auch noch den letzten kleinen Geschäften und Handwerkern in der Stadt der Garaus gemacht werden? Es widerspricht dem gesunden Rücksichtsempfinden, durch Halten auf der Straße Verkehrsstaus auszulösen und aus dem Kaufen von Semmeln eine Mutprobe zu machen. Wenn jemand den Gehsteig unpassierbar macht, dann gehört er gemahnt, nicht aber, wenn er durch die Beengtheit der Straße mit den Rädern eine markierte Linie überschreitet. Ob eine Ordnung gut ist, entscheidet ihre Auslegung. Die Parkwächter können von der Stadt angewiesen werden, hier die nötige Großzügigkeit walten zu lassen, auch auf dem Stadtplatz!

14.7.11 Beim Ausbau regenerativer Energien nicht den Verstand ausschalten!

Leserbrief zum Bericht in der PNP "CSU denkt über neues Wasserkraftwerk an der Donau nach"

Hände weg von der Donau! Das letzte Stück freifließende Donau zwischen Straubing und Vilshofen ist streckenweise geradezu eine "Aussenstelle vom Paradies"! Dass der CSU-Mann Peter Erl das nicht erkennt, wird ihn bei den Herren Hinzken und Huber zwar für höhere Weihen empfehlen, als Vertreter seiner Heimat hat er sich aber disqualifiziert. Es hat zunehmend den Anschein, als würde der anerkennswerte Atomausstieg der Regierung einige ihrer Wirtschaftslobbyisten nun ermuntern, umso heftiger ihre alten Schnapsideen zu propagieren. Doch auch beim Ausbau regenerativer Energien sollte der Verstand nicht ausgeschaltet werden. An Windräder werden wir uns wohl gewöhnen müssen, ich hoffe, konzentriert auf einzelne "Energieberge" und nicht quer über das Land gestreut, betrieben nicht von Stromkonzernen, sondern von den Bürgern/ und den Gemeinden.

Neben der weiteren Zerstörung der Donau sollte auch die Überbauung fruchtbarer Flächen ein Tabu sein, denn das "Abgrasen fremder Weiden" wird sich alleine durch die Erdölverknappung einmal aufhören und wir müssen unser Brot wieder regionaler erzeugen. Für die Photovoltaik bleiben trotzdem genug Flächen an Verkehrswegen, Dächern und Fassaden, in Gewerbegebieten usw. Ich glaube auch, dass mit besserer Speichertechnik dezentrale Inselanlagen für die ergänzende Stromversorgung normaler Haushalte an Bedeutung gewinnen werden und die heute als unabdingbar geforderten neuen Hochspannungstrassen so nie gebraucht werden. Auch die Kraftwärmekopplung muß endlich ausgebaut werden, seit dreißig Jahren ist die Technik ausgereift. Und doch wird an Energieeinsparung kein Weg vorbeiführen. Wieviel Energie wird heute für die Herstellung von Produkten verwendet, die nicht nur niemand braucht, sondern die uns allen schaden, damit meine ich nicht nur Panzer für arabische Feudalherren. Auch das heutige Ausmaß des Flugverkehrs ist der reine Irrsinn und nicht weniger das Rasen auf unseren Autobahnen. Und es muß endlich aufhören, dass durch neue Techniken immer alles Alte und Bewährte ersetzt werden muß, meist sogar durch die Peitsche neuer Gesetze und Vorschriften. Wer dies als Umweltschutz verkauft, hält die Menschen für blöd. Wir werden lernen müssen zu improvisieren, zu reparieren und ständiges Neukaufen nicht durch immer neue Modetrends zu rechtfertigen. Wir müssen lernen, dass "Gebrauchsspuren" an Dingen auch Ausdruck von Charakter und Schönheit sein können und Kaufen kein Wert an sich ist, im Gegenteil, kaufen kann jeder Simpel. Aber auch was an Räumen bei uns geheizt wird, die im Winter gar nicht alle benötigt werden! Wer alles heizt, muß dann wieder künstlich kühlen, etwa zur Lebensmittellagerung, was für eine Verrücktheit! Wir müssen nicht dem ganzen Haus einen "Pullover" anziehen, wenn wir uns nur in Küche, Bad und Wohnzimmer aufhalten. Wir werden wohl endlich aussortieren müssen, was an unseren Verbrauchsgewohnheiten sinnvoll ist, und was nicht.

Kommentare zum "Mörserturm" in der Sendung "Quer" vom BR

10.7.11 Präsident Wulff widerspricht sich selbst

Vor einigen Wochen beklagte Bundespräsident Wulff, dass immer mehr Entscheidungen außerhalb des Bundestages getroffen werden, das Parlament die Vorlagen nur noch abnicken dürfe, was die Glaubwürdigkeit der parlamentarischen Demokratie gefährde. Respekt, dachte ich, das hätte ich ihm gar nicht zugetraut, das war ja eine elementare Kritik an der Regierung Merkel. Doch nun, beim Panzergeschäft mit Saudi-Arabien, verteidigt das selbe Staatsoberhaupt genau diese Praxis, eine Praxis, in der sogar nicht einmal das Parlalemt informiert wurde, deutsche Grundsätze über den Haufen geworfen werden und dem Ansehen des Landes in der Welt schwerer Schaden zugefügt wird.

 

8.7.11 Zum Schämen

Leserbrief an PNP zum heutigen Artikel "Nackt in Gefängniszelle: 10 000 Euro Entschädigung"

Da weigert sich ein Häftling in eine Gemeinschaftszelle zu ziehen, weil dort die Toilette im Raum nicht einmal einen Sichtschutz hat und wird zur Strafe nackt ausgezogen und sieben Tage in eine Einzelzelle gesperrt. Diese unglaubliche Vorgang geschah nicht in Guantanamo oder einem mittelalterlichen Foltergefängnis, sondern hier in unserem Land. Und wie man nun hört, sollen solche Haftbedingungen kein Einzelfall sein. Ebensogroß der Skandal, dass die Klage des Häftlings von unserem Verfassungsgericht nicht angenommen wurde. Erst der europäische Menschengerichtshof hat Recht gesprochen und den Vorgang als Folter eingestuftt. Nachrichten wie diese oder der Panzerdeal mit Saudiarabien zeigen, wie wenig Verfassungsgrundsätze mittlerweile bei uns gelten.

 

7.7.11 Fremde Anordnungen

Leserbrief an PNP zum heutigen Artikel "Regierung schweigt zu Rüstungsgeschäft"

Da wird einem klar, warum die Kanzlerin unlängst in Washington so geehrt worden ist. Man kann sich dort offenbar darauf verlassen, dass auch diese Regierung im gewünschten Sinn funktioniert und dabei weiter brav zu Hause alles aushebelt, was da stört: die Defensivbindung der Bundeswehr, das Verbot Waffen in Spannungsgebiete zu exportieren usw. Sind es einmal U-Boote, die einem kriegerischen Staat wie Israel fast geschenkt werden, so sind es jetzt Panzer an die saudiarabischen Feudalherrn. Wodurch diese sich von einem Gaddafi unterscheiden, ist mir nicht klar. Gegen den einen wird Krieg geführt, die anderen werden aufgerüstet. Erst letztes Jahr wurde von den Amis mit Riad der größte Waffendeal aller Zeiten getätigt. Auch diese Kanzlerin befolgt (wie ihre Vorgänger) fremde Anordnungen und wir sollen trotzdem weiter glauben, dass wir mit unseren Stimmkreuzchen der "Souverän" im Lande sind.

 

23.6.11 Nicht die Völker, die Täter sind schuldig! (wurde nicht abgedruckt)

Leserbrief an PNP zum Artikel vom 14.6.11 "Prag reagiert wütend auf Sudetendeutsche"

Jeder dritte Einwohner Böhmens war einmal ein Deutschböhme. Seit Jahrhunderten war das Land ihre Heimat. Es waren Nazis - deutsche und tschechische - die zum Ende der K und K-Monarchie gegeneinander Hass gesät haben. Gewiss ist bis 1945 das Gewicht der Verbrechen deutscher Nazis an Tschechen größer als umgekehrt. Doch es wurden nach dem Krieg nicht nach persönlicher Schuld oder Nazimitgliedschaft gefragt- nein, es wurden ein Drittel der Bevölkerung, nur weil sie deutsch waren, aus ihrer Heimat vertrieben und ihre gesamte Habe beschlagnahmt. Und doch waren es nicht "die Tschechen", die ein so unglaubliches Verbrechen gegen das Völkerrecht begangen haben, so wenig man "den Deutschen" kollektiv die früheren Verbrechen anlasten kann. Es waren die nationalistischen Fanatiker auf beiden Seiten, die die Volksgruppen gegeneinander gehetzt haben. Damit die heutige Generation in einem freien Europa zusammenwachsen kann, muß man seine Geschichte kennen um aus ihr lernen zu können. Dass etwa die Benes-Dekrete noch immer gelten, ist schwer zu verstehen und die jetzigen Reaktionen Prager Politiker erinnern an überwunden geglaubte dunkle Zeiten. Mit der Deutsch-Tschechischen Erklärung vom Januar 1997 war man da schon einmal viel weiter.

...ein nur auf den ersten Blick lokales Thema...

16.6.11 Berufsschüler wollen nicht nur essen und schlafen

Leserbrief an BBV zum heutigen Bericht "Internat der Berufschule ist marode"

Wo ist der Architekt, der ein altes Gebäude nicht für marode erklärt, wenn er mit einem Neubau zum Zug zu kommen hofft? Im Fall des Viechtacher Internates wird es wohl nicht anders sein. Landauf, landab werden stabile ältere Häuser mit den immer gleichen Argumenten für marode erklärt: Probleme mit aufsteigender Bodenfeuchtigeit oder Probleme mit "energetischer Sanierung". Beides ist bei Fachleuten umstritten, Mauerfeuchtigkeit hat meist andere Ursachen und das heute als Umweltschutz verkaufte Credo alle Aussenmauern mit Polystrol abzudichten führt zu einem Rattenschwanz an Folgeschäden und sperrt Wärme auch aus, so dass oft schon im Sommer geheizt werden muß. Aber als Laie will ich mich hier nicht zu weit vorwagen, sehr wohl aber, wenn es um die pädagogische Konzeption von Berufschulinternaten geht, denn das war mein Beruf. Und bei der Berichterstattung über den Neubau las ich keine Silbe über räumliche Verbesserungen, um pädagogische Freizeitarbeit mit Jugendlichen überhaupt möglich zu machen. Falls das pädagogische Personal bei den Planungen mit einbezogen wurde und räumliche Verbesserungen geplant sind, dann bitte ich diesen Brief als obsolet zu betrachten. Ist es aber anders, was ich stark vermute, dann sollte die Planung dringend überdacht werden. Die Kostenträger versuchen sich seit Beginn der Sprengelbildung im Berufsschulbereich durch mangelnde Raumausstattung von einer verantwortungsvollen pädagogischen Betreuung zu drücken, da diese mit Kosten verbunden ist. Doch wenn man minderjährige Jugendliche zwingt heimatfern eine Schule zu besuchen, dann stehen die Entscheidungsträger in der Pflicht, und die geht über Essen und ein Bett weit hinaus. Doch Berufsschülern meinte man das viele Jahre zumuten zu können: Man stelle sich die Empörung von Eltern im gymnasialen Bereich vor, würde man von ihren Kindern ähnliches verlangen.

--------- !! Wer sich mehr über das Thema interessiert, dem empfehle ich die "Sozialpädagogische Aspekte der Betreuung von Berufsschülern im Blockschulsystem", ein Referat das ich 1980 etwa an der Fachhochschule Weihenstephan oder der Akademie in Dillingen gehalten habe. !!----------

9.6.11 Frech hoch 2

Leserbrief an PNP zum heutigen Bericht "Atomkonzerne wollen sich teuer bezahlen lassen"

Geht es noch dreister? Da verdienten sich Atomkonzerne jahrzehntelang mit einer Technik dumm und dämlich, die voll mit Steuergeldern entwickelt und mit der Macht des Staates durchgepeitscht wurde-, bedrohen noch auf lange Zeit das Land mit Todeszonen a la Tschernobyl oder Fukushima-, dürfen ihre Anlagen ohne Versicherungsschutz betreiben, weil keine Assekuranz ganze Landstriche versichern kann-, überlassen die Entsorgung der Reaktoren und Brennstäbe wie selbstverständlich der Allgemeinheit und wollen nun von ihr auch noch ausbleibende Milliardengewinne vergütet bekommen...

 

30.5.11 Die grüne Enttäuschung

Grün war einmal die Hoffnung. Heute sind die Grünen bestenfalls noch das kleinere Übel. Es ist gekommen, wie es wohl bei jeder Partei kommen muß, die erfolgreich ist. An den Schaltpositionen versammeln sich immer und überall dieselbe Sorte Menschen, mit Qualitäten, die zu beschreiben, eine eigenes Projekt wäre... Als einer, der sich seit Beginn der Ökologie-, Anti-Atomkraft- und vor allem der Friedensbewegung zugehörig fühlt und diese Ziele auch über Jahrzehnte mit Liedern und Kommentaren unterstützte, war jeder von Grünen abgesegnete Kriegseinsatz wie ein Keulenschlag. Dieser Kommentar ist also überfällig. wird aber konkret durch die Bundestagsdebatte ausgelöst, in der Verteidungsminster de Maizière sein neues Konzept für die zukünftige Bundeswehr vorstellte, wo es um zukünftige vermehrte Auslandseinsätze ging und der Obergrüne Trittin dem Ganzen mit der Begründung zustimmte, es dürfte nirgendwo auf der Welt "rechtsfreie Räume" geben... Da wird die Verteidigungsarmee Bundeswehr in eine Truppe umgewidmet, die überall dort mitmischen soll, wo es nötig ist und damit unsere Verfassung vollends ausgehebelt - und die Grünen machen dabei mit! Dass Union und FDP und auch die rückgratlose SPD bei diesem Spiel mitmachen, ist man gewohnt, dass aber die Grünen auch dabei sind, ist nicht nur eine Enttäuschung, es kommt einem Verrat an der grünen Idee gleich. Welt-verkehrt im Fall des Libyen-Krieges, da verweigerten sich ausgerechnet Merkel und Westerwelle und werden von den anderen deswegen beschimpft. Die Grünen scheinen von Leuten übernommen worden zu sein, die entweder bereit sind sich für Beteiligung an der Macht zu prostituieren oder sich immer wieder als reine Einfalt präsentieren. Die SPD wurde von Vertretern der Industrie, wie Schröder und Clemens kaputtgemacht, die Grünen wurden es von Joschka Fischer und werden es von ihrem heutigen Führungspersonal. Man weiß, dass es verbreitete Praxis ist, dass in Parteien V-Leute eingeschleust werden, bzw. erfolgreiche Führungsfiguren gekauft werden. Sollte dies auch bei den Grünen so sein? Wenn man den Wert eines Baumes an seinen Früchten erkennen kann, dann ist der grüne Baum schon seit 1999 nicht mehr das, was er vorgibt zu sein, er ist eine freche Mogelpackung, die aber immer erfolgreicher